Doald Trump verfügt, dass der Grenzsee Lake Ontario „Lake America“ heißen soll. Die Kanadier sind empört. Google Maps passt bereits seine Karten an.
Nach Trumps UmbenennungGoogle Maps zeigt bereits „Lake America“

Doug Ford, Regierungschef der kanadischen Provinz Ontario, enthüllt im Fifty Point Conservation Area ein Schild für den Ontariosee.
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Die von US-Präsident Donald Trump (80) verordnete Umbenennung des US-kanadischen Grenzsees Lake Ontario in „Lake America“ wirkt sich bereits auf den Online-Kartendienst Google Maps aus.
Der US-Konzern hat nach eigenen Angaben die neue Bezeichnung für Suchen aus den Vereinigten Staaten entsprechend angepasst. Außerhalb Nordamerikas gelten andere Regeln: Google teilte mit, dass Nutzer in Kanada weiterhin die Bezeichnung Lake Ontario sehen werden. In anderen Ländern und damit auch in Deutschland werden laut Google beide Namen angezeigt.
Am Donnerstag hatte Trump die Umbenennung verfügt. Die Kanadier halten am bisherigen Namen fest. Lake Ontario ist einer der sogenannten fünf Großen Seen. Durch vier von ihnen verläuft die Grenze zwischen den USA und Kanada.
Donald Trump nutzt Umbenennungen als Mittel der Machtdemonstration
Trump nutzt Umbenennungen in seiner zweiten Amtszeit häufiger als Mittel der Machtdemonstration. Er ärgert sich im konkreten Fall über Kanada, weil das Land im Zollstreit mit den Vereinigten Staaten nicht einlenkt.
Bereits im vergangenen Jahr war Google ähnlich wie jetzt vorgegangen. Nach einem Vorstoß Trumps wurde US-Nutzern von Google Maps die zuvor als Golf von Mexiko bekannte Meeresbucht fortan als „Golf von Amerika“ angezeigt.
In Mexiko sehen die Menschen dagegen weiter Golf von Mexiko – also jenen Namen des Meerbusens an der Südküste der USA, der seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlich ist. Nutzern in anderen Ländern werden beide Bezeichnungen angezeigt. (dpa)