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Nur ein halbes Jahr im AmtUkrainischer Verteidigungsminister Fedorow erklärt Rücktritt

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Mychailo Fedorow bei einem Nato-Treffen auf der Bühne.

Die Zeit von Mychailo Fedorow als Verteidigungsminister der Ukraine ist nach einem halben Jahr schon wieder beendet.

Erst im Januar hatte Mychailo Fedorow seinen Posten als Verteidigungsminister der Ukraine angetreten, nun legt er sein Amt nieder.

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow hat seinen Rücktritt erklärt. „Es war eine große Ehre, dem ukrainischen Volk als Verteidigungsminister zu dienen“, erklärte Fedorow am Mittwochabend (15. Juli 2026) im Onlinedienst Telegram.

Am Sonntag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Regierungsumbildung verkündet, die unter anderem den Rücktritt der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko beinhaltete.

Mychailo Fedorow hatte Posten erst im Januar angetreten

In einer langen Stellungnahme auf Telegram zählte Fedorow die Erfolge seines Ministeriums auf, dessen Leitung er im Januar übernommen hatte. In einer zweiten, kürzeren Stellungnahme legte er seine Misserfolge dar.

Mit einem Alter von 35 Jahren bei seiner Ernennung war Fedorow der jüngste Verteidigungsminister, den die Ukraine je hatte. Er hatte die Leitung des Ministeriums mit dem Auftrag übernommen, der ukrainischen Kriegsmaschinerie nach vier Jahren Krieg neue Energie einzuhauchen.

Er war ein früher Befürworter des zunehmenden Einsatzes von Drohnen gewesen, die mittlerweile unverzichtbar an der Front sind.

In seiner Rücktrittserklärung verwies Fedorow insbesondere auf die Entwicklung der Produktion und Nutzung von Drohnen. „Wir haben in vier Monaten mehr Drohnen beschafft als im gesamten vorangegangenen Jahr“, erklärte er.

Ukrainischen Medienberichten zufolge könnte Fedorow durch den derzeitigen Innenminister Ihor Klymenko ersetzt werden.

Selenskyj hatte die Regierungsumbildung mit „neuen Herausforderungen und neuen Aufgaben“ gerechtfertigt. Der ukrainische Staatschef kündigte an, auch die Chefs einiger Strafverfolgungsbehörden austauschen zu wollen. Namen nannte er nicht.

Umbildungen des Kabinetts bedürfen der Zustimmung des Parlaments – wobei sich die Abgeordneten seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 weitgehend hinter den Präsidenten gestellt haben. (afp)