Die Ukraine setzte auch in der Neujahrsnacht ihre Angriffe auf die russische Infrastruktur fort.
Angriffe auf InfrastrukturUkrainische Drohnen attackieren in der Neujahrsnacht russische Ölanlagen

Ukrainische Soldatenbereiten den Start der Langstreckendrohne An-196 Ljutyj an einem ungenannten Ort in der Ukraine vor (Archivbild). Die Ukraine setzte ihre Angriffe auf russische Ölanlagen fort.
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Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf auch in der Neujahrsnacht russische Ölanlagen mit Drohnen angegriffen. Im Gebiet Kaluga südwestlich von Moskau wurde nach Informationen russischer Telegramkanäle ein Tanklager getroffen. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Auch die Raffinerie von Ilski in Südrussland wurde Berichten zufolge zum wiederholten Mal attackiert.
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien über Nacht 168 ukrainische Kampfdrohnen abgeschossen worden. Solche Militärzahlen sind nicht überprüfbar. Die genannte hohe Zahl lässt aber auf einen intensiven Angriff schließen, was sich mit Angaben ukrainischer Militärbeobachter deckt.
Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete nach Mitternacht immer wieder von Drohnen, die im Anflug auf die russische Hauptstadt abgefangen worden seien. Zu Schäden wurde nichts mitgeteilt.
Besatzung spricht von Angriff mit 24 Toten
Keine Foto- oder Videobelege gab es für einen Bericht der russischen Besatzungsverwaltung im südukrainischen Gebiet Cherson. Mindestens 24 Menschen seien bei ukrainischen Drohnentreffern auf eine Silvesterfeier im Dorf Chorly am Schwarzen Meer getötet worden, teilte Verwaltungschef Wladimir Saldo auf Telegram mit. Außerdem habe es in dem Café mehr als 25 Verletzte gegeben. Der proukrainische Telegramkanal Exilenova kommentierte, es habe schon früher ähnliche Angriffe gegeben, wenn sich Besatzungssoldaten zu Feiertagen versammeln.
Die ukrainische Luftwaffe in Kiew meldete, Russland habe in der Nacht mit 205 Kampfdrohnen angegriffen. 176 Flugobjekte seien abgefangen worden. Trotzdem seien Einschläge an 24 Orten verzeichnet worden. Betroffen war nach regionalen Angaben unter anderem das Gebiet Wolyn im Nordwesten der Ukraine. (dpa)

