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Nach sechs Jahren HaftUS-Bürger in ägyptischem Gefängnis gestorben

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Schenker ap

David Schenker, der zuständige Staatssekretär im US-Außenministerium.

Kairo – Nach sechs Jahren in Haft ist ein US-Amerikaner in einem ägyptischen Gefängnis gestorben. Der für den Nahen Osten zuständige Staatssekretär im US-Außenministerium, David Schenker, äußerte am Montag (Ortszeit) „ernsthafte Bedenken“ über die Menschenrechtslage in Ägypten. Der Tod von Mustafa Kassem sei „nutzlos, tragisch und vermeidbar“ gewesen.

Kassem war 2013 nach der Machtübernahme durch das ägyptische Militär in Kairo verhaftet worden. Im September 2018 war er zusammen mit mehr als 700 weiteren Personen zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. In einem Artikel für die „New York Times“ beschrieb sein Schwager die Haftbedingungen als „unmenschlich“ und nannte den Gerichtsprozess eine „Farce“.

Mustafa Kassem in Hungerstreik getreten

Aus Protest gegen das Urteil und die Haftbedingungen war Mustafa Kassem in einen Hungerstreik getreten. US-Vizepräsident Mike Pence hatte die Lage mehrerer inhaftierter US-Bürger in Ägypten bei Treffen in Ägypten in der Vergangenheit angesprochen. Nach Angaben des US-Kongress befinden sich mindestens 15 US-Bürger in ägyptischer Haft.

Der demokratische Senator Patrick Leahy äußerte sich schockiert nach Bekanntwerden des Todes: „Das ist eine monumentale, nicht zu verzeihende Farce, für die Präsident (Abdel Fattah al-) Sisi persönlich verantwortlich ist“, erklärte der US-Senator. „Ägypten ist heute eine Militärdiktatur.“ (dpa)