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Kunstwerke im Visier„Er ist kein Pablo Picasso“ – US-Republikaner fordern Untersuchung von Hunter Biden

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Joe Biden (l.) und sein Sohn Hunter

Joe Biden (l.) und sein Sohn Hunter

Die Republikaner lassen bei ihren Untersuchungen von US-Präsident Joe Biden nichts unversucht. Nun rückt Bidens Sohn in den Mittelpunkt.

Die US-Republikaner nehmen im Zuge ihrer Untersuchungen zur Familie von Präsident Joe Biden auch von dessen Sohn Hunter gemalte Kunstwerke ins Visier. Der Vorsitzende des mächtigen Aufsichtsausschusses des US-Repräsentantenhauses, James Comer, forderte am Mittwoch von der New Yorker Kunstgalerie, die Bidens Gemälde anbietet, eine Liste aller Käufer.

„Ihr Arrangement mit Hunter Biden weckt ernsthafte ethische Bedenken und wirft die Frage auf, ob die Biden-Familie wieder einmal Zugang und Einfluss verkauft“, schrieb Comer an Georges Bergès, den Besitzer der Georges Bergès Gallery im New Yorker Stadtteil Soho. „Obwohl er ein Kunst-Neuling ist, hat Hunter Biden für den Verkauf seiner Kunstwerke exorbitante Summen erhalten, die Identität der Käufer bleibt unbekannt, und Sie scheinen der einzige zu sein, der Buch über diese lukrativen Transaktionen führt.“

Georges Bergès soll vor Untersuchungsausschuss aussagen

Comer fordert Bergès auch auf, im Februar vor dem Kongressausschuss auszusagen. Der Republikaner legt nahe, dass wohlhabende Käufer die Kunstwerke von Hunter Biden erwerben könnten, um sich das Wohlwollen von Präsident Biden zu erkaufen. So würden Biden-Werke in der Galerie für bis zu 225.000 Dollar (rund 207.000 Euro) angeboten.

„Warum würde irgendjemand Hunter Biden viele Dollar für Kunst bezahlen, die vermutlich wertlos ist? Er ist kein Pablo Picasso“, schrieb Comer im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Hunter Biden ist seit langem im Visier der Republikaner

Der Präsidentensohn ist schon seit Jahren eine Zielscheibe der Republikaner. Sie werfen dem 52-Jährigen vor, die wichtige Position seines Vaters in dessen Zeit als Vizepräsident unter Barack Obama (2009 bis 2017) für Geschäfte in der Ukraine und in China ausgenutzt zu haben.

Für Aufsehen – und zahlreiche Verschwörungstheorien – sorgte in diesem Zusammenhang das Auftauchen von Dokumenten von Hunter Bidens Laptop kurz vor der Präsidentschaftswahl 2020, bei der Joe Biden Amtsinhaber Donald Trump besiegte.

Bidens zweiter Sohn litt in der Vergangenheit unter Drogenproblemen und macht seit einigen Jahren Kunst. Die Republikaner haben seit Anfang Januar eine knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus. Sie haben eine Reihe von Untersuchungen zur Politik und Familie von Präsident Biden eingeleitet. (afp)