Der Reisepass eines seit Juli auf den Seychellen vermissten Deutschen wurde bei einer Operation gegen Schleuser entdeckt.
Rätsel um vermissten DeutschenSein Pass tauchte bei einer Aktion gegen Schleuser auf

Verschollen im Touristenparadies - bei ihrer Kampagne gegen Schleuser stieß die Bundespolizei auf den Seychellen auf einen Deutschen, der in der Heimat vermisst gemeldet war. (Symbolbild)
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Der Reisepass eines vermissten Deutschen ist im Zuge einer Operation gegen Menschenschmuggler entdeckt worden. Die Bundespolizei gab bekannt, dass der Mann seit einem Schnorchelausflug auf den Seychellen im Juli 2024 als verschollen gilt. Zur Verifizierung wurde den Ermittlern eine Fotografie des Dokuments von den Seychellen zugesandt.
Die Entdeckung geschah während einer multinationalen Operation, die am 20. Mai ihren Anfang nahm. Nach Auskunft der Bundespolizei beteiligten sich 40 Länder der Afrikanischen Union, die Nationalpolizei Spaniens sowie, vermittelt durch ein spanisches Kooperationsnetz, beinahe sämtliche südamerikanischen Nationen an dem Vorgehen.
Überprüfung von Dokumenten in Algier
Ein zentraler Bestandteil der Maßnahme war laut den Informationen ein „gemeinsamer Helpdesk zur schnellen Prüfung von Dokumentenfälschungen und Dokumentenmissbrauch“, den die Bundespolizei in der algerischen Hauptstadt Algier aufgebaut hatte.
Polizeibeamte aus afrikanischen Ländern erhielten dort innerhalb kürzester Zeit Hilfe bei der Beurteilung von Papieren. Dies erfolgte mittels eines speziell eingerichteten Messenger-Dienstes der Polizei.
Verhinderung illegaler Grenzübertritte
Im Verlauf der Operation wurden beinahe 500 zweifelhafte Dokumente kontrolliert. Auf diese Weise ließen sich laut Behördenangaben zahlreiche unrechtmäßige Einreisen in die EU mit verfälschten Reisepässen oder Schengen-Visa bereits im Voraus unterbinden. (dpa/red)
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