Berlin – Ein zerstörtes Einkaufszentrum und zahlreiche zivile Opfer - das ist das Ergebnis eines russischen Raketenangriffs auf die ukrainische Stadt Krementschuk, der international scharf verurteilt wird.
Nach ukrainischen Angaben kamen dabei mehr als 20 Menschen ums Leben. Rund 60 Menschen sind verletzt worden. Das russische Militär hat den Angriff inzwischen eingeräumt. Das russische Verteidigungsministerium teilte ohne Belege mit: Das Einkaufszentrum sei gar nicht mehr in Betrieb gewesen. Doch Beiträge von örtlichen Geschäften in den sozialen Medien erwecken einen anderen Eindruck.
Behauptung:
Das infolge des Raketenangriffs zerstörte Einkaufszentrum in Krementschuk sei „nicht in Betrieb” gewesen.
Bewertung:
Unbelegt - und mutmaßlich falsch.
Fakten:
Einträge in den sozialen Medien und auf Online-Plattformen zeigen: Geschäfte im Einkaufszentrum „Amstor” haben bis vor wenigen Tagen oder Wochen um Kunden geworben oder über ihre Aktivitäten dort berichtet.
. Darin warb der Laden für Herrenhemden und verwies auf die Filiale im „Amstor”-Einkaufszentrum.
, dass ein Mitarbeiter ihrer dortigen Filiale getötet worden sei.
, nach dem Raketenangriff auf Krementschuk befänden sich sechs Mitarbeiter der Filiale im Krankenhaus.
- trotz der Zerstörung. Angaben bei Google Maps können recht einfach verändert werden und sind nicht immer zuverlässig.
© dpa-infocom, dpa:220628-99-834074/3 (dpa)