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Update

Polizei im Großeinsatz
„Marsch für das Leben“ trifft in Kölner Innenstadt auf Gegenprotest

2 min

Bis auf eine kleine Störaktion zu Beginn verliefen der „Marsch für das Leben“ und die Gegendemo in Köln am Samstag friedlich. 

Hunderte Menschen haben sich am Samstag in Köln bei einer Demonstration und für Gegenproteste versammelt. Beim „Marsch für das Leben“ gingen selbst ernannte „Lebensschützer“ gegen Schwangerschaftsabbrüche, Sterbehilfe und Leihmutterschaft auf die Straße. Dahinter steht der Bundesverband Lebensrecht.

Die Demonstration wurde von Gegenprotesten begleitet – bis auf eine kleine Störaktion zu Beginn endete das Aufeinandertreffen der beiden Lager jedoch friedlich, wie die Kölner Polizei erklärte. 

Störaktion zu Beginn des „Marsch für das Leben“

Zum Start des „Marsch für das Leben“ um 13 Uhr war es wenigen Aktivisten gelungen, in die Nähe der Rednerbühne zu gelangen und dort ein Protestbanner mit der Aufschrift „My body, my choice“ („Mein Körper, meine Entscheidung“) zu entrollen. Die Polizei musste eingreifen und unterband die Störaktion. 

Demonstranten tragen eine Madonna auf ihren Schultern, während der Demonstration „Marsch für das Leben“ in Köln.

Demonstranten tragen eine Madonna auf ihren Schultern, während der Demonstration „Marsch für das Leben“ in Köln.

Für den „Marsch für das Leben“  waren zuvor 3.000 Teilnehmer von den Veranstaltern angemeldet worden. Das Bündnis „Pro Choice Köln“ hatte ebenfalls 3.000 Teilnehmer für den Gegenprotest angemeldet. Nach Angaben der Kölner Polizei fielen die Teilnehmerzahlen am Samstag jedoch auf beiden Seiten deutlich geringer aus als erwartet. Weitere Zwischenfälle hat es nach Polizeiangaben nicht gegeben. 

„Marsch für das Leben“ zieht seit 2023 durch Köln

Der „Marsch für das Leben“ findet unter diesem Namen seit 2002 in Berlin statt. Die parallele Demonstration in Köln gibt es seit 2023. Bis 2006 hieß die Demonstration „1000 Kreuze für das Leben“. Auch katholische Bischöfe wurden beim „Marsch für das Leben“ erwartet.

Bei der Gegendemonstration am Kölner Neumarkt werden eindeutige Plakate gezeigt.

Bei der Gegendemonstration am Kölner Neumarkt werden eindeutige Plakate gezeigt.

Innerhalb der katholischen Kirche ist die Veranstaltung umstritten, unter anderem, weil teils rechtsextreme Aktivisten und AfD-Vertreter wie Beatrix von Storch in der Vergangenheit bei den Demonstrationen mitliefen.

Kölner Ratsfraktionen distanzieren sich – nur AfD nicht

Laut „Spotlight Antifeminismus“, einem Projekt der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz, bietet der Marsch eine Vernetzungsmöglichkeit für antifeministische Akteurinnen und Akteure aus christlich-fundamentalistischen und extrem rechten Milieus. Bis auf die AfD distanzierten sich im Vorfeld alle Kölner Ratsfraktionen von der Veranstaltung.

In den Vorjahren war es am Rande des „Marsch für das Leben“ zu Auseinandersetzungen zwischen Abtreibungsgegnern und Gegendemonstranten gekommen. Das Bühnenprogramm auf dem Neumarkt musste von mehreren Hundertschaften der Polizei abgesichert werden. (das)

Mehrere Veranstaltungen in Kölner Innenstadt

Zeitgleich zum „Marsch für das Leben“ und den Gegenprotesten gab es eine Kundgebung des Bündnis „Bildungswende JETZT!“ auf dem Friesenplatz. Auch auf dem Heumarkt und dem Rudolfplatz gab es am Samstag Veranstaltungen. Die Polizei hatte deshalb im Vorfeld vor kurzfristigen Sperrungen gewarnt und von Autofahren in die Innenstadt abgeraten. Wegen der Eröffnungsfeier der Kölner Oper war zudem die Nord-Süd-Fahrt zwischen Ursulastraße und Cäcilienstraße in beide Fahrtrichtungen gesperrt.