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„Sie werden mich hängen“Putin-Zitate sorgen für Aufsehen – Kremlchef will offenbar Eskalation

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Der russische Präsident Wladimir Putin nimmt am Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in Bischkek, Kirgisistan, teil.

Der russische Präsident Wladimir Putin nimmt am Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in Bischkek, Kirgisistan, teil. 

Wladimir Putin bleibt auf Kriegskurs. Ein Bericht des „Economist“ lässt aufhorchen. Der Kremlchef setzt derweil auf krude Vergleiche. 

Ein Bericht des „Economist“ sorgt für Aufsehen: Nach Angaben der britischen Zeitung hat sich Kremlchef Wladimir Putin zur weiteren Eskalation des russischen Krieges gegen die Ukraine entschieden, da er den Machtverlust in Russland fürchtet, sollte der Krieg ohne die Eroberung des Donbass enden.

Besondere Aufmerksamkeit erregt derweil ein angebliches Zitat des Kremlchefs. „Sie werden mich hängen“, soll Putin demnach laut einer anonymen Quelle in Kremlkreisen im Kriegsverlauf gesagt haben. Den Kontext dieser Äußerung nannte die Zeitschrift jedoch nicht.

Kreml-Insider: Wladimir Putin setzt auf Eskalation

Quellen aus dem Umfeld des Kremls berichteten dem „Economist“ darüber hinaus, dass Putin nach mehrwöchigen Überlegungen in diesem Sommer offenbar beschlossen hat, den Krieg weiter zu eskalieren.

Ein Gesprächspartner, der schon lange mit dem Kremlchef verbunden ist, berichtete zudem, dass Putin den jüngsten Besuch des CIA-Direktors John Ratcliffe in Moskau als Zeichen der Schwäche der USA gewertet habe.

Dies sei bereits 2021 so gewesen, als der frühere CIA-Chef Bill Burns nach Moskau gereist war, um den Kreml davor zu warnen, die Ukraine anzugreifen, berichtete die Quelle außerdem. Sechszehn Wochen nach dem Besuch rollten russische Panzer über die Grenze und Russland begann die bis heute andauernde Invasion im Nachbarland.

„The Economist“: Innenpolitischer Druck auf Putin gestiegen

Laut der Analyse des „Economist“ ist Putin innenpolitisch zunehmend unter Druck geraten. Ein Ende des Krieges, ohne zumindest das Mindestziel – die Eroberung des gesamten Donbass – erreicht zu haben, könnte als Niederlage erscheinen und, so die Einschätzung der Zeitschrift, Putins Macht und Leben gefährden.

Die Fortsetzung des Krieges zehrt jedoch ebenfalls an den wirtschaftlichen Ressourcen und dem politischen Kapital, die russischen Verluste bleiben jüngsten Berichten zufolge enorm. Auch die ukrainischen Gegenangriffe zeigen immer mehr ihre Wirkung. Zuletzt gab es Treibstoffkrisen und sichtbar schlechte Stimmung in Russland.

Sinkende Umfragewerte, Treibstoffkrisen, schlechte Stimmung

Eine erneute Eskalation, so analysiert es der „Economist“, könnte daher für Putin ein Weg sein, den Verlauf des Krieges zu ändern, ohne dabei innenpolitische Schwäche zu zeigen.

Sichtbar wird der steigende Druck auf Putin auch in Umfragen. Nach Angaben des Levada-Zentrums, eines soziologischen Instituts, das vom „Economist“ zitiert wird, bezeichnen 57 Prozent der Befragten die Lage im Land als „angespannt“ und erwähnen dabei den Krieg. Unter den russischen Eliten sei die Stimmung indes „noch düsterer“, heißt es weiter in dem Bericht. 

Kremlchef auf Kriegskurs: Putin sorgt mit Orca-Vergleich für Aufsehen

Auch die Gesprächspartner der britischen Zeitung schilderten deutlich die internen Zweifel an Putin. Eine der Quellen erklärte, dass fast fünf Jahre Krieg an sich bereits Scheitern bedeuteten, wie auch immer das Ergebnis am Ende ausfallen möge. Ein anderer Insider berichtete indes von dem wachsenden Gefühl, dass „der Kaiser keine Kleider trägt“.

Dass Putin weiterhin auf Kriegskurs verbleibt, zeigt unterdessen ein Zitat des Kremlchefs, das zu Wochenbeginn für Aufsehen gesorgt hat.

„Hast du schon einmal gesehen, wie Orcas sich gegen Eisbären verbünden und sie in Stücke reißen? Hier geht es um die Nahrungskette“, sagte der russische Machthaber am Samstag bei einem Besuch einer Universität in Moskau im Gespräch mit Lehrkräften und fügte hinzu: „Erzähl das den Kindern, um ihnen zu erklären, in welcher Welt wir leben und warum wir die militärische Sonderoperation durchführen.“