Eine neue Studie zeigt: Väter in Europa spielen gern mit ihren Kindern, überlassen die Pflege aber oft den Müttern.
Lieber spielen als pflegenStudie zeigt, welche Aufgaben Väter bei Kindern übernehmen

In Deutschland erklären 42 Prozent der Väter, kranke Kinder mindestens ebenso häufig zu betreuen wie ihre Partnerinnen. (Symbolbild)
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Laut einer Untersuchung konzentrieren sich Väter auf dem europäischen Kontinent bei der Kinderfürsorge primär auf interaktive Tätigkeiten wie das gemeinsame Spielen. In den neun analysierten Staaten gibt eine Majorität der Väter ebenfalls an, das Zubettbringen der Kinder oder die Planung von Freizeit gleichermaßen oft wie die Partnerin zu erledigen. Diese Erkenntnisse stammen aus einer Analyse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) mit Sitz in Wiesbaden. Die Quoten schwanken hierbei von 68 Prozent in Deutschland bis zu 95 Prozent in Norwegen.
Eine andere Situation zeigt sich bei pflegerischen Aufgaben, wie beispielsweise der Versorgung erkrankter Kinder oder dem Kochen von Mahlzeiten. Die Forscher erläutern, dass in Norwegen 80 Prozent der Väter angeben, sich um kranke Kinder genauso oft zu kümmern wie ihre Partnerinnen, während dieser Wert in Deutschland bei lediglich 42 Prozent liegt.
Pflegeaufgaben und Berufstätigkeit sind schwer vereinbar
„Versorgende Tätigkeiten sind häufig stärker an feste Zeiten gebunden und lassen sich schwerer mit Erwerbsarbeit vereinbaren“, erklärte BiB-Mitautorin Stefanie Hoherz. „Interaktive und freizeitbezogene Tätigkeiten bieten dagegen größere zeitliche Flexibilität und können häufiger außerhalb von klassischen Kernarbeitszeiten übernommen werden – etwa nach Feierabend oder am Wochenende.“
Die Analyse basiert auf den Angaben von circa 5.500 Vätern. Diese Daten wurden länderspezifisch im Zeitraum von 2020 bis 2024 gesammelt.
Spielen erhöht die Zufriedenheit, Krankenpflege mindert sie
Das BiB fügte hinzu, dass die Untersuchung auch die Verbindung zwischen spezifischen Betreuungsaufgaben und der psychischen Verfassung der Väter beleuchtet hat. Das Resultat zeigt: Eine gesteigerte Lebenszufriedenheit wurde von Vätern gemeldet, die laut eigener Aussage mindestens genauso häufig mit ihren Kindern spielen wie die Partnerinnen. (dpa/red)
Im Gegensatz dazu wurde die Pflege von kranken Kindern mit einem niedrigeren Niveau an Lebenszufriedenheit in Verbindung gebracht. (dpa/red)
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