Hitze ist eine Gefahr für technische Geräte, besonders im Auto drohen Schäden. Was Sie tun können, um das zu verhindern.
Gefahr durch HitzeSo schützen Sie Smartphone und Tablet vor Hitzeschäden

Lieber luftig in der Hängematte als heiß im Handschuhfach: Auch das Smartphone mag's entspannt im Sommer.
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Wenn die Temperaturen ansteigen, ist dies nicht nur für Menschen und Tiere eine Herausforderung. Auch für elektronische Geräte wie Smartphones, Tablets und Notebooks sind hohe Temperaturen problematisch, worauf Produzenten in ihren Handbüchern hinweisen. Laut dem IT-Fachportal „heise.de“ wird die Situation für die Technik bereits ab Außentemperaturen von etwa 35 Grad Celsius bedenklich.
Eine besondere Anfälligkeit zeigen Smartphones und Tablets, da diese Geräte in der Regel keine aktive Kühlung durch Lüfter besitzen und ihre Betriebswärme ausschließlich über die Außenhülle ableiten. Wenn diese passive Methode bei erhöhten Umgebungstemperaturen nicht mehr genügt, reduzieren viele Apparate zum Eigenschutz ihre Rechenleistung, blockieren bestimmte Funktionen oder fahren komplett herunter.
Ein erhebliches Risiko birgt das Zurücklassen von Geräten in einem geparkten Fahrzeug. Dort kann die Temperatur im Innenraum rasch auf über 60 Grad ansteigen. Die Hitze schadet den Informationen nach sämtlichen Kunststoffkomponenten. So können sich verklebte Displayfolien ablösen oder spröde werden. Der Bildschirm selbst reagiert möglicherweise träger und die Anzeige kann verblassen. Obwohl dieser Effekt zunächst reversibel ist, können Displays durch dauerhafte Wärmebelastung schneller altern.
Neun Tipps zum Schutz vor Hitzeschäden
Fachleute empfehlen die folgenden Vorsichtsmaßnahmen, um Beschädigungen an Ihren Geräten vorzubeugen:
- Sonneneinstrahlung umgehen: Belassen Sie Mobilgeräte nicht unter direkter Sonneneinwirkung oder in einem erhitzten Fahrzeug. Auch die Ablage auf dem Armaturenbrett ist während der Fahrt nicht ratsam.
- Ladevorgänge überdenken: Da das Aufladen zusätzliche Wärme generiert, sollte es in einer ohnehin warmen Umgebung vermieden werden. Extreme Hitze beschleunigt den Alterungsprozess des Akkus und verlangsamt das Laden.
- Energiesparmodus verwenden: Eingeschaltete Stromsparmodi sind nützlich, da der Prozessor und Hintergrundprozesse mit reduzierter Leistung laufen und dadurch weniger Abwärme entsteht.
- Im Fahrzeug nicht aufladen: Weil gerade Schnellladevorgänge viel Abwärme produzieren, ist vom Netzbetrieb eines Smartphones im Auto abzuraten.
- Klimaanlage einsetzen: Eine Befestigung am Lüftungsgitter der Klimaanlage kann das Gerät während der Fahrt zusätzlich temperieren.
Richtig reagieren bei Überhitzung
Sollte ein Gerät bereits zu heiß geworden sein, muss es umgehend aus der Sonne entfernt werden. Nehmen Sie zudem die Schutzhülle ab, um die Wärmeabfuhr zu erleichtern, und schalten Sie es, wenn möglich, aus. Platzieren Sie das Gerät zum Herunterkühlen an einem Ort mit Schatten und Luftzirkulation. Der Luftzug eines Ventilators oder eine kühle Unterlage, beispielsweise aus Metall, können den Vorgang beschleunigen.
Keinesfalls sollte ein überhitztes Gerät zur rascheren Abkühlung in den Kühlschrank gelegt werden. Der abrupte Temperaturwechsel kann im Inneren zur Bildung von Kondenswasser führen. Dies kann Kurzschlüsse oder andere Folgeschäden verursachen, die von Herstellern oft als Wasserschaden eingestuft werden und nicht unter die Garantieleistungen fallen.
Auch Notebooks und Drucker sind betroffen
Bei Desktop-PCs und Laptops deuten oft hochtourig laufende Lüfter auf thermischen Stress hin. Staubansammlungen im Gehäuse können die Kühlleistung zusätzlich mindern, weshalb eine sorgfältige Reinigung ratsam ist. Grundsätzlich gilt für alle technischen Geräte: Sie sollten an schattigen, kühlen Orten und niemals in direkter Sonne betrieben werden.
Das Hitzeproblem erstreckt sich auch auf andere Gerätetypen. Bei Tintenstrahldruckern können beispielsweise die Patronen schneller eintrocknen, während Festplatten und Flash-Speicher bei Hitze statistisch öfter ausfallen. (dpa/red)