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Gefahr durch kleine RaupenEichenprozessionsspinner kann schwere Allergien auslösen

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Hitzetage als Booster: Eichenprozessionsspinner werden zur Plage

Eichenprozessionsspinner bevorzugen warm-trockene Bedingungen.

Warmes Wetter begünstigt die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners, dessen Raupenhaare für Menschen gefährlich sind.

Die jüngste warm-trockene Witterung erfreute nicht nur Badegäste, sondern förderte auch die Verbreitung des Eichenprozessionsspinners. Laut Umweltbundesamt (Uba) sind dies ideale Bedingungen für die Nachtfalter. In vielen deutschen Regionen laufen bereits intensive Gegenmaßnahmen; am baden-württembergischen Waidsee führte ein Befall zur Sperrung eines Areals.

So wurde etwa in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg ein Insektizid auf Bakterienbasis per Helikopter über mehrere hundert Hektar verteilt. Andere Gebiete setzten auf präventive Sprühaktionen an Eichenbäumen an neuralgischen Punkten wie Kindertagesstätten, Begräbnisstätten und Sportanlagen. In Leipzig erprobt man dieses Jahr den Einsatz von Fadenwürmern in Parkanlagen, während anderswo die Raupennester von den betroffenen Bäumen mit Sauggeräten entfernt werden.

Hitzetage als Booster: Eichenprozessionsspinner werden zur Plage

Die Nester der Prozessionsspinner hängen vor allem am Stamm oder in Astgabeln von Eichen.

Gesundheitsrisiko durch allergische Reaktionen

Heftige allergische Reaktionen, Hautirritationen sowie Probleme mit der Atmung können durch die feinen Brennhaare der Larven des Eichenprozessionsspinners verursacht werden. Mit jedem weiteren Kontakt steigt oft die Sensibilität gegenüber den Haaren. Aus diesem Grund rät das Umweltbundesamt, Areale mit befallenen Eichen bestmöglich zu umgehen.

Verwechslung möglich mit harmlosen Motten

Umfangreiche, netzartigen Gebilde an Gehölzen lösen häufig die Sorge aus, es handle sich um den Eichenprozessionsspinner. In den meisten Fällen ist die Ursache jedoch die Gespinstmotte, von der keinerlei Gesundheitsrisiko ausgeht. Innerhalb der umwobenen Vegetationsteile kann man weißliche, fast unbehaarte Larven mit dunklen Punkten entdecken.

Hitzetage als Booster: Eichenprozessionsspinner werden zur Plage

In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg wurde vom Hubschrauber aus bakterienbasiertes Insektizid versprüht.

Im Unterschied zum Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea), der sich beinahe nur auf Eichen konzentriert, besiedeln Gespinstmotten eine Vielzahl unterschiedlicher Baum- und Strauchgewächse. Die Nester des Prozessionsspinners sind überdies dichter und finden sich hauptsächlich am Baumstamm oder in den Verzweigungen von Ästen.

Klimawandel als Faktor für die Ausbreitung

Die ursprüngliche Heimat des Eichenprozessionsspinners ist Südosteuropa; in Deutschland war er vor einigen Jahrzehnten noch eine Seltenheit. Mittlerweile treten jedoch vermehrt Massenpopulationen dieses Nachtfalters auf. Dazu teilt das Umweltbundesamt mit: „Im Zuge des Klimawandels und den damit verbundenen wärmeren Frühjahrsmonaten ist eine Ausweitung der Befallsgebiete zu erwarten“. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.