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Höllenschmerz bei Tom KaulitzWas hinter dem seltenen Clusterkopfschmerz steckt

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Tom Kaulitz bei der Bambi-Verleihung 2025

Tom Kaulitz leidet an Clusterkopfschmerz.

Musiker Tom Kaulitz litt unter extremen Kopfschmerzen. Was steckt hinter der seltenen Erkrankung und was hilft Betroffenen?

„Ich habe wirklich so für eineinhalb Stunden gedacht, ich würde mir am liebsten den Kopf abhacken.“ Mit dieser Aussage schildert der Musiker Tom Kaulitz im Podcast „Kaulitz Hills - Senf aus Hollywood“ einen unlängst erlebten Anfall von Clusterkopfschmerz. Die Krankheit ist bekannt für ihre außerordentliche Heftigkeit; einige Patienten vergleichen die Schmerzempfindung mit dem Gefühl, als würde ein Nagel ins Auge getrieben.

Im Gegensatz zur Migräne tritt Clusterkopfschmerz erheblich seltener auf. Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die Deutsche Hirnstiftung berichtet, ist eine von 1.000 Personen betroffen. Männer erkranken dabei ungefähr dreimal häufiger als Frauen.

Symptome und charakteristische Merkmale

Das Portal „gesundheitsinformation.de“ charakterisiert den Schmerz als bohrend, stechend und brennend. Er äußert sich typischerweise im Areal von Auge und Schläfe, wobei stets nur eine Gesichtshälfte beeinträchtigt ist.

Laut der Deutschen Hirnstiftung zählen zu den üblichen Begleiterscheinungen ein gerötetes und tränendes Auge, eine blockierte Nase, eine Lidschwellung sowie verstärktes Schwitzen auf der Gesichtshälfte, die betroffen ist.

Die Krankheit manifestiert sich in Phasen, die mehrere Tage bis Wochen andauern können. Während dieser Zeiträume erleiden Patienten wiederholt Schmerzanfälle, die bis zu mehrmals täglich auftreten. Häufig beginnen diese Attacken immer zur gleichen Uhrzeit. Ein Anfall ist üblicherweise nach 15 Minuten bis drei Stunden vorüber.

Mann fässt sich an die Augen

Höllische Schmerzen: Die Dauer einer Cluster-Attacke liegt zwischen 15 Minuten und 3 Stunden.

Nach dem Abklingen einer Clusterphase haben die Patienten eine beschwerdefreie Zeit. Mitunter können sogar Jahre zwischen zwei solchen Phasen liegen.

Mögliche Ursachen der Erkrankung

Nach Angaben der Deutschen Hirnstiftung sind die genauen Ursachen noch nicht vollständig verstanden. Es wird vermutet, dass eine Fehlfunktion des Hypothalamus – jener Teil des Gehirns, der den Tag-Nacht-Rhythmus steuert – eine Ursache sein könnte. Auch Veränderungen in der Durchblutung werden als möglicher Faktor diskutiert.

Befindet sich ein Patient in einer aktiven Clusterphase, können spezifische Reize, auch als Trigger bekannt, einen Schmerzanfall auslösen. Alkohol ist ein solches Beispiel. Patienten wird deshalb empfohlen, während einer solchen Phase auf den Konsum von Alkohol zu verzichten.

Behandlungsmöglichkeiten bei Clusterkopfschmerz

Gewöhnliche Schmerzmittel wie Ibuprofen sind bei Clusterkopfschmerz unwirksam. Aus diesem Grund ist eine ärztliche Beratung unerlässlich.

Vielen Patienten hilft während eines Anfalls die Inhalation von reinem Sauerstoff über eine Atemmaske. Zusätzlich können die beiden für Migräne zugelassenen Mittel Sumatriptan und Zolmitriptan die Schmerzen lindern, wie die dpa berichtet.

Laut „gesundheitsinformation.de“ wird Sumatriptan mit einem Pen unter die Haut injiziert, idealerweise direkt bei Einsetzen der Attacke. Zolmitriptan wird hingegen als Nasenspray angewendet und sollte vorzugsweise in das Nasenloch der schmerzfreien Seite gesprüht werden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.