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Überraschendes Test-UrteilGünstiges Bleaching oft besser als teure Profi-Behandlung

3 min
Frau schaut sich ihre Zähne in einem Handspiegel an

Stiftung Warentest hat 13 Bleaching-Mittel getestet. Fast die Hälfte der Produkte schneidet mit der Note «gut» ab.

Stiftung Warentest zeigt: Günstige Produkte zur Zahnaufhellung aus der Drogerie können besser sein als ein Profi-Bleaching.

Zahnaufhellung für zu Hause: Günstige Mittel überzeugen im Warentest. Stören Sie unschöne Zahnverfärbungen? Laut Warentest können Drogerieprodukte eine effektive und preiswerte Alternative zur professionellen Behandlung sein.

Für ein strahlenderes Lächeln greifen viele zu Aufhellungsprodukten aus dem Handel oder Online-Shops. Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kommt die Stiftung Warentest zu dem Schluss, dass diese „oft sogar besser als ein teures Profi-Bleaching“ sein können. Im Rahmen einer Untersuchung für das gleichnamige Magazin wurden 13 verschiedene Gele, Streifen und Seren geprüft. Ihre Effektivität wurde dabei einem hochdosierten Präparat gegenübergestellt, wie es in zahnärztlichen Praxen verwendet wird.

Von den 13 geprüften Produkten erhielten sechs die Bewertung „gut“, wohingegen die zwei am schlechtesten bewerteten Artikel mit „ausreichend“ eingestuft wurden. Die Mehrheit der Mittel schafft es demnach, eine sichtbare Aufhellung zu erzielen, ohne dabei den Zahnschmelz zu stark zu schädigen. Produkte mit der Note „gut“ sind schon für unter 10 Euro verfügbar, die Preisspanne reicht jedoch bis circa 90 Euro. Als Testmaterial dienten Zahnschmelzproben von Rindern, weil diese eine hohe strukturelle und chemische Ähnlichkeit zum menschlichen Zahnschmelz aufweisen.

Die Funktionsweise der Aufhellungsprodukte

Die Produkte unterscheiden sich in ihrer Applikation: Manche werden mit einem Pinsel aufgetragen, andere als Strips appliziert oder per Zahnschiene als Gel verteilt. In der Regel beinhalten sie Bleichsubstanzen wie Wasserstoffperoxid, Carbamidperoxid oder PAP. Durch eine chemische Reaktion im Mund wird aktiver Sauerstoff freigesetzt. Dieser wandelt die dunklen Farbpigmente innerhalb des Zahnschmelzes in farblose Moleküle um, ein Vorgang, der dem Aufhellen von Haaren ähnelt.

Analog zur Haaraufhellung bedeutet auch das Bleichen eine Beanspruchung für die Zähne. Laut dpa warnt Tim Quinders, Projektleiter bei Warentest, dass der Zahnschmelz temporär an Festigkeit einbüßen kann: „Das erhöht das Risiko für Zahnschäden.“ Eine sorgfältige Mundhygiene mit fluoridhaltiger Zahncreme ist daher wesentlich, um den Zahnschmelz bei seiner Erholung zu fördern.

Geduld und realistische Ziele sind entscheidend

Eine realistische Erwartungshaltung ist von Bedeutung. Von Marketingaussagen wie „bis zu 8 Stufen weißer in 7 Tagen“ sollte man sich nicht beeinflussen lassen. Laut den Warentestern hängt das erzielbare Resultat maßgeblich von der individuellen, natürlichen Zahnfarbe ab. Ein von Grund auf eher gelblich-grauer Zahnschmelz wird nicht zwangsläufig zu einem makellos weißen Lächeln führen.

Darüber hinaus wird Ausdauer benötigt. Eine einzige Applikation reicht nicht aus, denn der Anwendungszeitraum kann bis zu 21 Nächte andauern.

Fünf Hinweise für die Anwendung

Eine zahnärztliche Untersuchung vor Beginn der Anwendung ist unabdingbar. Ralf Hausweiler von der Bundeszahnärztekammer erläutert in der Zeitschrift „Stiftung Warentest“: „Bei Karies, undichten Füllungen oder freiliegenden Zahnhälsen können Bleichmittel tief in den Zahn vordringen und den Zahnnerv schädigen“. Ferner ist zu beachten, dass Kronen und Füllungen ihre Farbe nicht verändern, was insbesondere im Frontzahnbereich zu unschönen Kontrasten führen kann.

Hausweiler rät für ein bestmögliches Resultat dazu, Zahnstein und Beläge im Vorfeld professionell entfernen zu lassen. Auf eine Aufhellungsbehandlung sollten Schwangere, Stillende und Kinder komplett verzichten. Falls die Zähne nach der Prozedur sensibel sind, empfehlen Zahnmediziner die Nutzung eines Fluorid-Gels mit höherer Konzentration. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.