Abo

Tipps für StraßenbäumeWas Anwohner für das Grün vor der Haustür tun können

3 min
Bepflanzte Baumscheibe in Berlin

In Großstädten sieht man häufig kleine Beete mit hübschen Blumen um die Straßenbäume herum.

Stadtbäume leiden unter Stress wie Hitze und Streusalz. Mit der richtigen Pflege kann jeder Anwohner einfach helfen.

Bäume im urbanen Raum sind Schattenspender und stellen für zahlreiche Tierarten ein essenzielles Habitat dar. Sie tragen maßgeblich zu einer grüneren und angenehmeren Atmosphäre in urbanen Gebieten bei. Allerdings sind diese Bäume, wie die dpa meldet, erheblichen Strapazen unterworfen, darunter Streusalz, Hundeurin, hohe Temperaturen und Baumaßnahmen. Aus diesem Grund erreicht nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lediglich ein Drittel der Bäume in Städten ihre potenzielle Lebenserwartung.

Bürger können zur Vitalität der Bäume in ihrer Nachbarschaft beitragen, indem sie sich an der Pflege beteiligen, für Bewässerung sorgen und die Flächen um die Stämme, die sogenannten Baumscheiben, gestalten. Der BUND liefert hierzu wertvolle Hinweise, um sicherzustellen, dass die Hilfe auch fachgerecht erfolgt.

Korrekte Bewässerung für Stadtbäume

Bei hohen Temperaturen benötigt ein voll entwickelter Baum wöchentlich eine Wassermenge von circa 100 Litern, was ungefähr acht bis zehn gefüllten Eimern entspricht. Die Bewässerung sollte idealerweise in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden erfolgen, um die Verdunstung zu minimieren. Für eine lückenlose Versorgung während der Ferienzeit empfiehlt sich eine Koordination mit den Nachbarn über die Gießintervalle.

Ein nützlicher Hinweis von Experten: Der Boden kann die Flüssigkeit effektiver absorbieren, wenn er zuvor leicht befeuchtet wird. Des Weiteren unterstützt ein kleiner Erdwall, der kreisförmig um den Stamm aufgeschüttet wird, dabei, das Wasser im Wurzelbereich zu konzentrieren.

Gießsäcke: Eine Lösung mit Einschränkungen

Laut BUND besteht in einigen Kommunen die Möglichkeit, spezielle Bewässerungssäcke zu entleihen. Diese werden am Stamm des Baumes angebracht und mit Wasser gefüllt, welches anschließend langsam in den Boden sickert. Experten weisen jedoch darauf hin, dass diese Methode primär für Jungbäume innerhalb der ersten beiden Jahre nach ihrer Anpflanzung sinnvoll ist. Der Grund dafür ist, dass das Wasser nicht tief genug in das Erdreich vordringt, um ältere Exemplare ausreichend zu versorgen.

Bepflanzung von Baumscheiben als Pflegemaßnahme

Eine zusätzliche unterstützende Maßnahme stellt die Begrünung der Baumscheibe, also der Fläche direkt um den Stamm, dar. Durch die Wurzeln der zusätzlichen Pflanzen wird der Boden aufgelockert und belüftet. Dies verbessert die Fähigkeit des Erdreichs, Wasser zu speichern, und erleichtert dem Baum die Aufnahme von Nährstoffen. Darüber hinaus bewahrt die Bepflanzung den Boden vor übermäßiger Austrocknung.

Jedoch ist nicht jeder Baum für eine solche Unterpflanzung geeignet, da einige Arten empfindlich auf Störungen im Wurzelbereich reagieren. Ferner ist die eigenmächtige Bepflanzung nicht in allen Stadtteilen gestattet. Es ist daher ratsam, vor Beginn eines solchen Vorhabens beim zuständigen Grünflächen- oder Gemeindeamt zu klären, welche Baumstandorte für eine Begrünung freigegeben sind.

Praktische Anleitung zur Bepflanzung

Wenn eine passende Baumscheibe ausgewählt wurde, wird die umliegende Erde behutsam bis zu einer Tiefe von circa zehn Zentimetern gelockert, wobei Verletzungen der Baumwurzeln zu vermeiden sind. Ein Abstand von ungefähr 30 Zentimetern zum Stamm sollte gewahrt werden, um die Hauptwurzeln unberührt zu lassen.

Eine dünne Lage Kompost kann bei nährstoffarmer Erde förderlich sein; eine zu dicke Schicht kann jedoch Fäulnisprozesse begünstigen und dem Baum schaden. Ein wesentlicher Punkt ist, das Beet niedriger als das Niveau des Bürgersteigs anzulegen, damit der Baum ausreichend Regenwasser aufnehmen kann.

Für die Bepflanzung sind besonders flachwurzelnde, insektenfreundliche Gewächse wie Sommerblumen, Kräuter und Stauden geeignet. Beispiele hierfür sind Margeriten, Wilder Majoran, Wiesenstorchschnabel, Ringelblumen, Färber-Kamille und Schafgarbe. Der BUND rät bei der Verwendung von Wildblumenmischungen zur Auswahl von regionalem Saatgut.

Aus Sicherheitsgründen ist darauf zu achten, dass die Vegetation um den Baum eine Höhe von 50 Zentimetern nicht übersteigt. Dies gewährleistet, dass die Sicht für Kinder und andere Personen im Straßenverkehr nicht eingeschränkt wird. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.