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Tsunami-Gefahr im UrlaubSo verhalten Sie sich bei einer Warnung vor der Flutwelle

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Tsunami-Warnschild an einem Strand in Chile

Achtung, hier kann es Tsunamis gehen. Wer solche Schilder - wie hier in Chile - sieht, sollte sich mit den örtlichen Verhaltensregeln vertraut machen.

Tsunami-Gefahr im Urlaub: Wie man die Anzeichen erkennt und sich bei einer Flutwelle richtig in Sicherheit bringt.

Eine Tsunami-Warnung während der Ferien am Meer – diese Vorstellung wurde kürzlich für Menschen an den Küsten der Philippinen und Indonesiens Realität. Dort warnten die Behörden nach einer Erschütterung des Meeresbodens vor gewaltigen Flutwellen. Obwohl die Entwarnung rasch erfolgte, verdeutlicht der Vorfall eine wichtige Tatsache: Das Risiko unvorhersehbarer Riesenwellen infolge von Seebeben ist nicht auf den Pazifik beschränkt, sondern besteht ebenso im Indischen Ozean sowie im Mittelmeerraum. Für Reisende ist es daher entscheidend zu verstehen, wie man sich im Ernstfall richtig verhält.

Vorbereitung: Notfallrouten im Vorfeld erkunden

Eine gute Vorbereitung kann im Notfall entscheidend sein. Das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ) empfiehlt Urlaubern in gefährdeten Regionen, sich frühzeitig über vorhandene Fluchtwege, Routen zur Evakuierung und ausgewiesene Sammelpunkte zu informieren. Eine Nachfrage im Hotel kann hierbei hilfreich sein. Es ist jedoch zu beachten, dass solche Notfallpläne nicht überall existieren.

In Risikogebieten nutzen die zuständigen Stellen verschiedene Kanäle zur Warnung der Bevölkerung, beispielsweise Lautsprecheransagen, Sirenen, SMS-Benachrichtigungen oder Meldungen im Radio sowie im Fernsehen. Die Wirksamkeit dieser Systeme ist laut GFZ allerdings davon abhängig, wie weit die Küste vom Epizentrum des Bebens entfernt ist. Nur bei großer Distanz verbleibt eine ausreichende Vorwarnzeit. Im Falle von lokalen Tsunamis ist die Zeit für eine Reaktion sehr knapp, weshalb schnelles Handeln erforderlich ist.

Akute Warnsignale: Beben, Wasser-Rückzug und Meeresgrollen

Sollte die Erde spürbar beben, ist es ratsam, sich umgehend an einen offenen Ort zu begeben und dabei Sicherheitsabstand zu einsturzgefährdeten Bauwerken zu halten. Nach dem Ende der Erschütterungen müssen die gefährdeten Zonen unverzüglich verlassen werden. Bei Beben in Küstennähe oder einer Tsunami-Warnung gilt es, sich sofort von der Wasserlinie zu entfernen und erhöhtes Terrain im Landesinneren aufzusuchen. Jeder zusätzliche Höhenmeter erhöht die Sicherheit.

In Gebieten ohne Anhöhen sollte man versuchen, sich möglichst weit von der Küste ins Binnenland zu bewegen. Falls keine natürlichen Erhebungen erreichbar sind, bieten auch massive, mehrstöckige Gebäude wie Hotels Schutz. Es ist entscheidend, die oberen Etagen oder das Dach über Treppen zu erreichen, da mit einem Ausfall von Aufzügen gerechnet werden muss. Ein untrügliches Anzeichen für eine herannahende Tsunami-Gefahr ist der plötzliche, schnelle Rückzug des Meeres oder ein lautes Grollen, das vom Wasser ausgeht. In diesem Fall ist sofortiges Handeln geboten. Man sollte andere warnen und sich selbst in Sicherheit bringen, ohne auf eine offizielle Evakuierungsanordnung zu warten.

Nach der Flucht: Die Gefahr ist noch nicht gebannt

Bei der Evakuierung sollte nur das Allernötigste mitgeführt werden, dazu zählen Ausweispapiere, Trinkwasser, essenzielle Medikamente sowie ein Mobiltelefon, da zusätzliches Gepäck die Flucht verlangsamen würde. Es ist zudem ein Fehler, sich zu schnell sicher zu fühlen: Laut GFZ besteht ein Tsunami aus einer Serie von Wellen, die in Intervallen von zehn Minuten bis über eine Stunde eintreffen können. Oftmals haben die ersten Wellen nicht die größte Stärke.

Die Bedrohung ist nach der ersten Welle somit keineswegs beendet. Eine Rückkehr in die evakuierten Zonen sollte daher ausschließlich nach einer offiziellen Entwarnung durch die Behörden erfolgen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.