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ADAC schlägt AlarmNeue Regel sorgt für Rekord-Preissprünge an Tankstellen

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Tankstelle

Seit 1. April dürfen die Mineralölkonzerne die Preise an den Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöhen.

Die Spritpreise schwanken im Tagesverlauf so stark wie nie. Autofahrer können mit dem richtigen Timing viel Geld sparen.

Laut einer Mitteilung des ADAC aus München hat die seit dem 1. April gültige Regelung, die Tankstellen nur eine tägliche Benzinpreiserhöhung gestattet, zu beispiellosen Preisbewegungen im Tagesverlauf geführt. Der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Preis für einen Liter Super E10 belief sich an einem gewöhnlichen Tag auf 14,6 Cent. Für Diesel wurde sogar eine Differenz von 18,4 Cent pro Liter verzeichnet.

Die Grundlage für diese Analyse bildeten die Preisdaten von über 14.000 Tankstellen, die der ADAC untersuchte. Die neuen Schwankungen übertreffen die bisherigen Rekordwerte. Die bislang höchsten vom Automobilclub registrierten täglichen Preisunterschiede betrugen für Super E10 im Mai 2025 12,5 Cent, während sie für Diesel im Mai 2022 bei 16,7 Cent lagen.

Günstigster Tankzeitpunkt kurz vor Mittag

Autofahrer können erheblich sparen, wenn sie den richtigen Moment zum Tanken wählen. Laut ADAC beträgt das Einsparpotenzial bei einer 50-Liter-Füllung Super E10 durchschnittlich 7,30 Euro. Bei Diesel ist eine Ersparnis von im Schnitt sogar 9,20 Euro möglich. Der vorteilhafteste Moment ist kurz vor der Mittagszeit, da die Kraftstoffpreise dann ihren Tiefststand erreichen, ehe um 12 Uhr die übliche deutliche Preisanhebung stattfindet.

ADAC: Ölkonzerne kalkulieren offenbar mit Risikozuschlägen

Nach Einschätzung des ADAC sind die erheblichen täglichen Preisdifferenzen ein Indiz dafür, dass die Mineralölunternehmen mit Risikozuschlägen auf die neue Vorschrift antworteten. Die Einführung der „12-Uhr-Regel“ durch die Bundesregierung erfolgte nach dem Vorbild Österreichs. Anlass waren die im März aufgrund des Irankriegs kräftig angezogenen Benzinpreise. Der Automobilclub stellt zudem fest, dass das Kraftstoffpreisniveau insgesamt trotzdem zugenommen hat und die markanten Preisanstiege um die Mittagszeit sich nicht ausschließlich mit der Ölpreisentwicklung begründen lassen.

Eine weitere Maßnahme der Bundesregierung, um den Preisanstieg bei Kraftstoffen zu bremsen, war die Einführung des Tankrabatts. Dieser wurde einen Monat nach der neuen Regelung zum 1. Mai wirksam und betrug im Durchschnitt knapp 17 Cent pro Liter. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.