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Laser statt ZollstockWorauf Sie bei Laser-Messgeräten achten sollten

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Küchenplaner nimmt Aufmaß mit Laser-Entfernungsmessgerät

Laser-Entfernungsmessgeräte messen Distanzen in Sekunden aus.

Digitale Distanzmesser erleichtern Renovierungsarbeiten erheblich. Die Auswahl des passenden Modells und die sichere Handhabung sind jedoch entscheidend.

Die umständliche Nutzung eines Zollstocks bei Renovierungen, dem Aufbau von Möbeln oder der Raumgestaltung lässt sich mit einem Laser-Distanzmesser häufig umgehen. Solche Instrumente ermitteln Längen innerhalb von Augenblicken. Vor dem Erwerb eines solchen Werkzeugs sollte jedoch Klarheit über den hauptsächlichen Verwendungszweck und die benötigten Reichweiten bestehen. Auf diesen Punkt macht der Tüv Süd aufmerksam, wie die dpa meldet.

Für Messungen in Innenbereichen sind Instrumente mit einer Reichweite von 20 bis 40 Metern in der Regel ausreichend. Für Aufgaben im Freien, etwa im Garten, an Fassaden oder auf Baustellen, empfehlen sich hingegen Ausführungen, die größere Distanzen von 60 bis 100 Metern bewältigen. Die Spezifikationen der Hersteller zur Reichweite gehen laut Tüv Süd zumeist von optimalen Verhältnissen aus. Die real messbare Entfernung kann bei intensivem Sonnenschein oder auf dunklen Materialien kürzer sein.

Ausstattung: Schutzklassen und Rechenhilfen beachten

Bei der Verwendung im Freien ist ein robustes Gehäuse sowie ein angemessener Schutz vor Staub und Spritzwasser wichtig. Der Tüv Süd empfiehlt hier eine Schutzart von mindestens IP54. Wie die Fachleute laut dpa ausführen, sind derart ausgestattete Modelle haltbarer und liefern selbst unter anspruchsvollen Umständen verlässliche Resultate. Wer das Messgerät ausschließlich in geschlossenen Räumen verwendet, für den ist auch eine schlichtere und preiswertere Variante ausreichend.

Für Heimwerker können eingebaute Berechnungsfeatures nützlich sein, beispielsweise zur Ermittlung von Flächen und Volumen oder für das Addieren und Subtrahieren von diversen Messergebnissen. „Das spart Zeit und vermeidet Rechenfehler – besonders bei Renovierungs- oder Planungsarbeiten“, erklärt Stephan Kammermayer vom Tüv Süd. Eine Anbindung per App kann sich ebenfalls als vorteilhaft erweisen, etwa um Baupläne unmittelbar digital zu sichern oder mit Fachbetrieben auszutauschen.

Umgang mit dem Laser: Was zu beachten ist

Vorsicht ist bei der Handhabung der Instrumente erforderlich, da Laser-Distanzmesser mit sichtbarem Laserlicht funktionieren. Für den privaten Einsatz sind laut Tüv Süd ausschließlich Geräte der Laserklasse 2 geeignet, welche bei einem kurzen, unbeabsichtigten Augenkontakt als unbedenklich eingestuft werden. Trotzdem sollte man zum Schutz der Augen einen absichtlichen Blick in den Laserstrahl vermeiden.

Niemals darf der Laserstrahl auf Menschen oder Tiere gezielt werden. Falls der Lichtstrahl das Auge erreicht, rät das „Bundesamt für Strahlenschutz“ (BfS) dazu, die Augenlider gezielt zu schließen und den Kopf wegzudrehen. Des Weiteren darf der Strahl nicht auf spiegelnde Oberflächen wie Glas oder Metallkonstruktionen zielen, weil durch die Spiegelung auch Personen in größerer Entfernung unabsichtlich einer Gefahr ausgesetzt werden könnten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.