Die Stiftung Warentest hat Nuss-Nougat-Cremes getestet. Die Testsieger dürften überraschen.
Nutella nur auf Platz 3Überraschung bei Test von Nuss-Nougat-Cremes – auch Discounter-Produkt dabei

Für viele gehört eine Nuss-Nougat-Creme zum Frühstück dazu. (Symbolbild)
Copyright: dpa
Ein gutes Frühstück, dazu gehört bei vielen auch eine Nuss-Nougat-Creme auf dem Küchentisch. Ob auf Brot, Brötchen oder Pancakes, für viele ist der süße Aufstrich ein Muss.
Die Stiftung Warentest hat nun die Testsieger gekürt, der Klassiker „Nutella“ landet in dem Test allerdings nur auf dem dritten Platz. Die ersten zwei Plätze sind hingegen überraschend.
Nuss-Nougat-Cremes im Test: Zwölf von 18 schnitten mit „gut“ ab
Zwölf der insgesamt getesteten 18 Nuss-Nougat-Cremes schnitten mit dem Ergebnis „gut“ ab, darunter sind auch vegane und Bio-Aufstriche.
Die Bewertung „befriedigend“ gab es für vier Cremes, zwei wurden mit „ausreichend“ bewertet – darunter auch das einzige, zuckerreduzierte Produkt beim Test.
Zwei Testsieger: Die „Guten“ mit der Gesamtnote 2,0 – noch vor Nutella
Dem ersten Testsieger (Gesamtnote 2,0) bescheinigen die Tester ein insgesamt aromatisches, sehr kräftig nach Haselnuss riechendes und schmeckendes Ergebnis mit deutlicher Röstnote.
Dabei handelt es sich um die dunkle Haselnuss-Creme „Kräm - Herr Eichhorn pur“ aus der Schokoladenmanufaktur Goldhelm aus Thüringen.

Testsieger unter den Nuss-Nougat-Cremes ist „Kräm - Herr Eichhorn pur“ mit der Gesamtnote 2,0.
Copyright: Ralph Kaiser/Stiftung Warentest/dpa-tmn
Mit seinem hohen Nussanteil von mehr als 50 Prozent heimste das Produkt im sensorischen Urteil sogar die Note 1,0 ein. Mit 5,94 Euro pro 100 g ist es der Genusstipp der Stiftung.
Discounter-Creme landet auf Platz 2
Ebenfalls auf ein 2,0 kommt die „Nusskati Nuss-Nougat-Creme“ von Aldi. Mit 0,50 Euro pro 100 g gehört sie zu den günstigsten im Test.

Ebenfalls mit der Note 2,0 bewertet wurde die „Nusskati Nuss-Nougat-Creme“ von Aldi.
Copyright: Ralph Kaiser/Stiftung Warentest/dpa-tmn
Bei dem aromatischen Aufstrich mit 13 Prozent Haselnüssen „sticht eine kräftige Kakaonote hervor, die an Bitterschokolade erinnert“, heißt es im Test der Ausgabe 9/2026.

Zu den besten Bio-Produkten gehört die „Nuss Nougat“ von Alnatura (Note 2,4).
Copyright: Ralph Kaiser/Stiftung Warentest/dpa-tmn
Sie vermissen die berühmteste aller Marken unter den Nuss-Nougat-Cremes auf den Spitzenplätzen? Der Klassiker Nutella (0,84 Euro pro 100 g) landete mit Note 2,2 auf Platz 3 - vor allem wegen der etwas schlechterer Nährwerte.

Der Klassiker Nutella landete mit Note 2,2 auf Platz 3.
Copyright: Ralph Kaiser/Stiftung Warentest/dpa-tmn
Zwei Bio-Cremes als Umwelttipp der Tester
Für eine Bio-Nuss-Nougat-Creme müssen 95 Prozent der Zutaten ökologisch erzeugt sein - neben Öl, Nüssen, Kakao auch Zucker und Milchpulver.

Die „Bio Cocoba Nuss Nougat Creme“ von Gepa schnitt bei den Bio-Produkten ebenfalls mit der Note 2,4 ab.
Copyright: Ralph Kaiser/Stiftung Warentest/dpa-tmn
Die besten Bio-Cremes sind einmal „Nuss Nougat“ von Alnatura (1 Euro pro 100 g), sowie „Bio Cocoba Nuss Nougat Creme“ von Gepa (1,25 Euro pro 100 g).
Nuss-Nougat-Cremes im Test: Was mit Notenabzug bestraft wurde
Es wurde jeweils eine 20-g-Portion Aufstrich auf 50 g Mischbrot nach Brennwert, Zucker, Fett, Eiweiß und Fettsäureverteilung nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung begutachtet.
Nicht überraschend für ein süßes und zugleich fettreiches Lebensmittel: In der Kategorie „Ernährungsphysiologische Qualität“ schneidet kein Produkt besser als „befriedigend“ ab. Oft sogar nur „ausreichend“.
Leichte Fehler im Geschmack und damit beim Genussfaktor sorgen für Abzüge bei den Noten. Ebenfalls Abzüge gibt es, wenn die Tester eine kräftige Süße durch Zuckeraustauschstoffe herausschmecken. Besonders ärgerlich reagieren sie auf zu viel nachgewiesenen Zuckeralkohol.
Er könne bei empfindlichen Menschen auch abführend wirken, heißt es in der Auswertung. Ein Produkt weist Mineralölbestandteile auf – ebenfalls Abzug.
Abzüge zieht auch nach sich, wenn das Labor einen unklaren Aromastoff findet oder zu viel Zucker beziehungsweise falsche Deklarationen dazu oder Diskrepanzen bei der Ausweisung von Zucker- oder Nussanteilen mit tatsächlichen Werten festgestellt wurden. (bas mit dpa)
