Beim Kauf einer neuen Couch ist das Probesitzen entscheidender als die Optik. Fachleute geben Tipps für die richtige Wahl.
Fehler beim Sofakauf vermeidenWorauf Sie beim Probesitzen unbedingt achten sollten

Sieht bequem aus – aber sitzt oder liegt es sich auch gut? Beim Sofakauf im Möbelhaus sollte man unbedingt ausführlich Probesitzen.
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Ein neues Sofa ist eine wichtige Investition. Damit es zu Hause keine unliebsame Überraschung gibt, geben Fachleute Tipps, worauf es wirklich ankommt.
Die Optik stimmt, die Abmessungen passen – und dennoch erweist sich die neue Couch daheim als unkomfortabel. Um dieses Problem zu umgehen, sollte die Entscheidung im Einrichtungshaus nicht allein auf das Äußere gründen. «Probesitzen ist beim Kauf von Polstermöbeln ein Muss», betont Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM). Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) hebt hervor, dass Menschen im Schnitt über drei Stunden täglich auf dem Sofa zubringen. Deshalb ist es entscheidend, dass das Möbelstück individuell geeignet ist.
Ob ein Polstermöbel komfortabel ist, wird erst beim Hinsetzen klar. Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei die Tiefe der Sitzfläche. Die Oberschenkel benötigen eine gute Auflage, ohne dass die Kniekehlen durch die Polsterkante unangenehm unter Druck geraten. Ebenso ist die Höhe des Sitzes relevant, denn die Füße sollten im Idealfall komplett den Boden berühren können.
Auf die korrekte Stütze für den Rücken achten
Zugleich muss der Rücken gestützt werden, was für eine aufrechte Haltung ebenso gilt wie für das lockere Anlehnen. Fachleute für Rückengesundheit raten dazu, dass die Lehne des Sofas wenigstens bis auf Schulterhöhe hinaufreicht, um eine optimale Körperhaltung zu fördern.
Während des Testens im Geschäft empfiehlt es sich, unterschiedliche Haltungen einzunehmen: aufrecht Platz nehmen, sich anlehnen, aufstehen und wieder hinsetzen. Ein längeres Verweilen kann laut DGM dabei unterstützen, das Komfortniveau genauer zu bewerten.
Die richtige Polsterung und der persönliche Gebrauch
Die Beschaffenheit der Polsterung stellt ein zusätzliches Bewertungsmerkmal dar. Zunächst mögen sehr nachgiebige Polsterungen besonders behaglich erscheinen, doch sie bieten dem Körper nicht zwangsläufig genügend Stabilität. Straffere Varianten können eine bessere Stützfunktion erfüllen und sind, wie Möbel-Fachleute erklären, oft formbeständiger. Letztlich ist jedoch das persönliche Empfinden ausschlaggebend, ebenso wie die geplante Nutzung – also ob die Couch vorwiegend für aufrechtes Sitzen oder entspanntes Liegen gedacht ist.
Für Personen, die einen hohen Stellenwert auf individuellen Sitz- oder Liegekomfort legen, bieten sich Ausführungen mit justierbaren Komponenten an. Dazu zählen beispielsweise anpassbare Rücken- und Armlehnen oder auch ausklappbare Fußstützen.
Mehr als nur die Farbe: Das Bezugsmaterial
Zusätzlich zur Formgebung und der Polsterung ist auch das Material des Bezugs eine Überlegung wert. Stoff und Leder weisen eine unterschiedliche Haptik auf und verhalten sich bei Temperatur, Nässe und Abnutzung verschieden. Einige Materialien vermitteln ein Gefühl von Wärme und Weichheit, während andere als eher kühl oder glatt wahrgenommen werden. Diese Merkmale gilt es bei der Kaufentscheidung ebenfalls zu bedenken. (dpa/red)
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