BONN. Im Gespräch mit Klaus Kosack wird schnell deutlich: Der Chef-Statistiker der Stadt Bonn liebt nicht nur Zahlen, er ist auch leidenschaftlicher Hobby-Eisenbahner. Das Mitglied der Sankt Augustiner Modellbahnfreunde sammelt seit Kindesalter alles, was mit Eisenbahnen zu tun hat. Gut kann er sich noch an die Tauschgeschäfte mit kleinen Eisenbahnen oder an den Kauf der ersten Dampflok vor ungefähr 50 Jahren erinnern, die er für 16 Mark von seinem Taschengeld erwarb. Als Eisenbahnhistoriker beschäftigte sich Kosack auch mit der Chronik der Strecke Bonn-Köln und stieß so auf das 125. Jubiläumsjahr des Duisdorfer Bahnhofes und der Strecke Bonn-Euskirchen in diesem Jahr. Er hatte die Idee, anhand von historischen Bildern und Eisenbahnmodellen die 125-jährige Geschichte zu demonstrieren. So stellte er Züge zusammen, die im Laufe der 125 Jahre durch Duisdorf gefahren sind.
Eröffnet wurde die Ausstellung im Hardtberger Rathaus vom Bezirksvorsteher des Stadtbezirks, Gerhard Lorth, der noch einmal die Wichtigkeit der Bahnstrecke Bonn-Euskirchen thematisierte. Der Landtagsabgeordnete und Verkehrspolitiker hob besonders die Pünktlichkeitsquote der Strecke hervor, die bei 97 Prozent liegt. Vier weitere Bahnhaltepunkte und der zweispurige Ausbau der Strecke von Bonn bis Euskirchen seien geplant.
Die Personen- und Güterzugmodelle der Ausstellung stammen überwiegend aus dem Privateigentum von Klaus Kosack. Der Schwerpunkt seines Sammelgebietes liegt in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die siebziger Jahre. Kosack sammelt jedoch nicht nur Modelle und beschäftigt sich mit der Geschichte des Bahnverkehrs, sondern ist auch als ehrenamtlicher Redakteur der Fachzeitschrift N-Bahner tätig. (taw)
Die Ausstellung 125 Jahre Eisenbahn in Duisdorf kann bis zum 14. Oktober im Rathaus Hardtberg zu folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden: Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr, und Freitag, 8 bis 12 Uhr.