Siegburg – Ein 13-jähriger Schüler soll in Siegburg mit einer Softair-Waffe aus seiner Wohnung auf eine Bushaltestelle geschossen haben. Ein 51-jähriger Mann habe an einer Haltestelle am Sonntagabend schussartige Geräusche gehört und den Einschlag eines Projektils an einem Verkehrszeichen bemerkt, teilte die Polizei am Montag mit. Er habe die Einsatzkräfte informiert und sich unverletzt in Sicherheit gebracht. Kurz danach seien nach seinen Angaben Projektile an der Stelle eingeschlagen, wo er zuvor gewartet habe. Beim Eintreffen der Beamten sei das Fenster eines gegenüberliegenden Hauses geschlossen gewesen, aus dem vermutlich gefeuert worden sei.
Die betreffende Wohnung und der mutmaßliche Schütze konnten laut den Polizeiangaben schnell ermittelt werden. Der 13-Jährige soll mit Kunststoffmunition auf das Wartehäuschen geschossen haben. Die Beamten stellten Waffe und Munition sicher. Gegen den Schüler werde wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt. Auch gegen den anwesenden Vater, der das Schießen nach eigenen Angaben nicht mitbekommen habe, sei eine Anzeige gefertigt worden. Denn er habe dem minderjährigen Sohn den Zugriff auf die Softair-Waffe erlaubt. Das Schießen außerhalb von privatem Besitztum oder Schießanlagen sei nicht gestattet.
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