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14-Jähriger ganz „verrückt“ nach Ohren

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BONN. Dem Bonner Frederik Huhn war die Freude über die gewonnene Kinderwette bei „Wetten, dass . . ?“ am Samstagabend deutlich anzumerken. Als Schalkes Torwart Manuel Neuer ihm seinen Gewinn überreichte, strahlte der 14-jährige Schüler des Beethoven-Gymnasiums. Mit den Worten „Der Schalker hat heute hier in Dortmund gewonnen", überreichte Neuer dem begeisterten Schalke-Fan ein Trikot seiner Lieblingsmannschaft mit den Autogrammen aller Spieler. Außerdem darf der Gymnasiast einen ganzen Tag auf Schalke verbringen, seine Idole kennen lernen und hinter die Kulissen des Vereins schauen.

Souverän und zur Freude eines Millionenpublikums an den Bildschirmen und in der Dortmunder Westfalenhalle hatte der 14-Jährige seine Wette gemeistert, bei der er seine Klassenkameraden allein durch Fühlen und Betasten der Ohren erkennen musste. Vier Ohrenpaare von 30 galt es zu identifizieren. Mit verdeckten Augen tastete und knetete der Schüler sich erfolgreich durch die Ohren, prüfte Form und Beschaffenheit, bis er den jeweils richtigen Namen nannte: Caroline, Karen, Gerritt, Franziska.

Die Schüler trugen rote Stirnbänder mit ihren Namen, die die Haare zurückhielten, so dass Frederik tatsächlich nur die Ohren befühlen konnte. Thomas Gottschalk kommentierte die Wette gewohnt lässig. Es sei eine tragische Verwicklung, dass gerade ein Schüler des Beethoven-Gymnasiums mit dieser Wette antrete, da Beethoven auf seine alten Tage fast gar nichts mehr gehört habe. Gottschalk erlaubte sich sogar einen Schnitzer, als er einen Schüler nach vorne bat und ihn mit seinem Namen „Torsten“ rief, den Frederik ja erst erraten sollte.

Geübt hatten die Schüler regelmäßig in Freistunden und in den vergangenen zwei Wochen sogar täglich, erzählte Frederik, und dass die Lehrer der „verrückten Idee“ offen gegenüber gestanden hätten. Auch seine Kameraden der 8 a gingen bei der Wette nicht leer aus. Es gab 1000 Euro für die Klassenkasse. Klassenlehrer Thomas Dreiseidler und Lehrerin Inge Mosebach-Kaufmann saßen in der ersten Reihe und freuten sich mit ihren Schülern. Einzig Frederiks Wettpate, der Startenor Rolando Villazón, konnte sich nicht so richtig freuen, denn er hatte getippt, dass der 14-Jährige es nicht schafft und musste seinen Wetteinsatz einlösen. Auf ihn wartete ein elektronischer Rodeostier.

Heute Nachmittag empfängt Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann den jungen Wettkandidaten und seine Klasse im Alten Rathaus. (siw)