Wegen Betrugs in 50 Fällen, wegen Bankrotts und Untreue in sieben Fällen und wegen Insolvenzverschleppung ist der Unternehmer Willy Beivers vom Amtsgericht zu anderthalb Jahren Haft verurteilt worden; die Strafe wurde für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Als Auflage muss er 180 Stunden gemeinnütziger Arbeit verrichten. Beivers war vor Gericht geständig.
Über seine inzwischen insolvente Firma Pandora organisierte er beispielsweise Weihnachtsmärkte und vertrieb Karnevalsaccessoires; auch mit dem Festkomitee des Kölner Karnevals war Beivers vor Jahren ins Geschäft gekommen und erwarb unter anderem Rechte zur Vermarktung des Straßenkarnevals. Darüber kam es im Laufe der Jahre zum Streit.
Willy Beivers kritisierte, er habe jahrelang für einige Verwertungsrechte bezahlt, die ihm aber in der Praxis nicht gewährt worden seien, und verlangte eine Rückzahlung in Millionenhöhe. Gleichzeitig leistete er vereinbarte Zahlungen nicht. Schließlich kündigten ihm die Karnevalisten den Vertrag.
Trotzdem vermittelte Beivers weiterhin Tribünenplätze und Stellplätze entlang des Rosenmontagszugs und strich die Einnahmen ein. Die geprellten Kunden mussten ihre Plätze dann noch ein zweites Mal bezahlen. (vol)