SYDNEY. Zu wahrlich unverhofftem Reichtum hat es ein australisches Fischerpaar gebracht - durch das Erbrochene eines Pottwals. Wie der Radiosender ABC berichtete, stießen der Fischer Leon Wright und seine Frau Loralee bei einem Spaziergang an einem einsamen Strand im Süden des Landes auf einen stinkenden, wachsartigen Brocken von 15 Kilo Gewicht. Dass es sich dabei um den äußerst seltenen und daher ungemein wertvollen Parfümgrundstoff Ambra handelte, begriff das Ehepaar nicht. Dennoch wollte der Fischer die Quabbelmasse im Auto mit nach Hause nehmen - was allerdings an der hartnäckigen Weigerung seiner Frau scheiterte. Leon Wright ließ der Fund aber keine Ruhe, und so fuhr er später noch einmal los, um den Brocken zu bergen. Zu Hause stellte sich heraus, dass es sich um Ambra handelt. Der Stoff stammt aus den Mägen von Pottwalen und erzielt Preise von etwa 17 Euro pro Gramm. Der Fund der Wrights besitzt demnach einen Wert von 240 000 Euro. Wie Ambra entsteht, ist bislang ein Rätsel. Gemutmaßt wird, dass es sich im Pottwal-Magen durch das Verdauen von Tintenfisch bildet. Einer anderen Theorie zufolge ist Ambra ein Produkt von Verdauungsstörungen. (EB)
240.000 Euro für gefundene Wal-Kotze
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