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Abi oder „Nach 13 Jahren al dente“

4 min

„Die Eintrittskarte für die Zukunft“ nannte es Dieter Lehmann , Schulleiter des Sinziger Rhein-Gymnasiums: 58 Pennäler hatten sich schick gemacht, um das begehrte Abiturzeugnis in Empfang zu nehmen. Wie begehrt es ist, zeigte schon das Abi-Motto: „3-2-1, meins“. Lehmann dankte den Abiturienten für ihre Mitwirkung am Schulleben, insbesondere in der Schülervertretung, der Theater-AG, in Chor, Orchester, bei der Schülerzeitung, dem Energieteam und den Schülerpaten. Mit Ingo Schröer-Oelgeklaus hatten die Schüler eine der jungen Lehrkräfte der Schule ausgewählt, um die Abirede zu halten. Die Abiturienten Dominik Goebel, Julian Dompke und Annika Ockenfels benutzten ein Wort des österreichischen Dramatikers Arthur Schnitzler, um ihre Gefühlslage auszudrücken: „Der Abschied schmerzt immer, auch wenn man ihn schon lange ersehnt.“ Der Preis des Kultusministeriums für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der Schule ging an Leon Larisika . Hubert Jonas von der Kreissparkasse Ahrweiler zeichnete den leistungsstärksten Schüler dieses Abijahrgangs, Josef Nagel , mit einem Geldgeschenk aus. Nagel erhielt auch den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für seine hervorragenden Ergebnisse im Fach Physik. Die Buchgutscheine des Fördervereins gingen an Sabrina Bley, Julian Dompke und Marco Schepers . Sie hatten in vielen Bereichen des schulischen Lebens entscheidend mitgewirkt. Die erstklassigen Leistungen von Peter Seul im Schulsport, verbunden mit einer fairen Haltung auch über den Sport hinaus honorierte der Landessportbund mit der Pierre-de-Coubertin-Medaille. Die Abiturientia 2005 wartete mit einer Überraschung auf: Die sechsköpfige Band mit Elena Beck, Constanze Clemens, Julian Dompke, Robert Lohmer, Josef Nagel und Ansgar Taflinski boten Songs aus der Jugendzeit ihrer Eltern dar - und spätestens bei „Born to be wild“ von Steppenwolf gingen alle rhythmisch mit.

Das Miraculum der

bestandenen Prüfung

Die erste Geige spielte Solistin Polina Gubaidullina im Schulorchester des Peter-Joerres-Gymnasiums Ahrweiler bei der Abifeier zum letzten Mal: Auch sie verlässt die Lernstätte. Oberstufenleiter Horst Nesper , laut Schülerschar „wie gewohnt in überspitzter Statistik-Laune“, schickte seinen 28. und damit letzten MSS-Jahrgang in die Welt hinaus. Einige Anspielungen mussten sich die Abiturienten schon gefallen lassen, hatten sie doch als Motto „Abiracoli, nach 13 Jahren al dente“ gewählt, da fiel ihm nicht nur ein Nudelgericht ein, sondern auch das Miraculum des bestandenen Abiturs. Wundersam und zugleich wunderbar fühlten sich denn auch die Vertreter der Stufe 13 Peter Ropertz und Marie-Pascale Gafinen , die ihren Dank an Lehrer, und Eltern formulierten. Als Kasperlespieler mit Figuren in der Hand gaben die Kursleiter Christoph Amediek, Michael Grothe und Franz-Josef Engländer ihren ganz eigenen „Faust“. Schulleiter Helmut Rausch veranschaulichte den jungen Menschen „den Flug in die Sonne“, bevor ein altgedientes Mitglied der Schulgemeinschaft, der langjährige Schulelternsprecher Paul Nett , verabschiedet wurde. Er hatte wiederum eine Torte in Form des neu anzulegenden Kleinspielfeldes mitgebracht. Für ihre Traumnote 1,0 bekamen die Schulbesten Fabian Ebach und Philipp Rader Preise der Jugendstiftung der Kreissparkasse. Den Preis des Ministeriums bekam Christian Kniel für sein Engagement in der Schulgemeinschaft, Preise der Deutschen Physikalischen Gesellschaft gingen an Fabian Ebach, Daniel Plohmann, Carsten Krupp und Philipp Rader , den Preis der Chemischen Industrie erhielt Tobias Schmitz . Die Pierre de Coubertin-Medaille ging an Katharina Nett für ihren besonderen Einsatz in Sport und Schule.

„Barbies ohne Ken“

auf der Erfolgsspur

„Barbie ohne Ken“ - dieses Abiturmotto hatten sich die 61 Abiturientinnen auf dem Calvarienberg Ahrweiler gegeben: „Auf den ersten Blick sicherlich ein etwas seltsames Motto, wenn sich emanzipierte junge Frauen als Barbies bezeichnen. Auf den zweiten Blick etwas verständlicher, denn es ist der letzte Jahrgang am Gymnasium Calvarienberg, der ohne Vertreter des männlichen Geschlechts Abitur machte“, so die Damen. Big Band und Orchester der Schule steuerten die Musik zur Feier bei. Schulleiter Ulrich Schülting , stellte die Stichworte „Abschied und Aufbruch“ in den Mittelpunkt. Werner von Schaaffhausen sprach für die Lehrerschaft, für die Eltern gratulierte humorig Hans G. Creuzberg , Abiturientin Anne Hoffmann dankte Lehrerschaft und Eltern für „die Unterstützung auf dem langen Weg zum Abitur, auf dem 61 selbstbewusste Powerfrauen die besten Voraussetzungen mit auf den Weg bekommen haben, um die sicherlich nicht leichte Zukunft zu bewältigen“. Friederike Deres wurde für die beste Leistung des Jahrgangs (1,0) mit dem Preis der Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler, Michelle Ockenfeld für hervorragende Leistungen im Fach Physik ausgezeichnet. (EB)