Abo

„Ach guck mal, da kommt der Lafer“

2 min

MAYSCHOSS. Er kam, sah, und kochte: Mit dem Hubschrauber flog am gestrigen Donnerstag Deutschlands wohl bekanntester Fernsehkoch, Johann Lafer, in Mayschoß ein, um einen besonderen Gast mit seiner Kochkunst zu überraschen. „Johann Lafer geht in die Luft“ ist Titel der Landesschau-Reihe des Südwest Fernsehens, die den Sternekoch vor Ort in rheinland-pfälzische Küchen bringt.

Allein das Landemanöver vor imposanter Weinbergskulisse auf dem Parkplatz des Mayschoßer Weinguts „Deutzer Hof“ wurde zum Spektakel der besonderen Art. „Nicht, dass er beim Kollegen landet“, zeigte sich Weingutsbesitzer Wolfgang Hehle noch kurz zuvor etwas beunruhigt, als der Hubschrauber eine Extrarunde über die Weinberge drehte. Aber seine Sorge blieb unbegründet: Lafer und der Zutatenkorb für ein köstliches Drei-Gänge-Menü schwebten wohlbehalten ein.

Zur großen Überraschung von Dr. Egon Schlesinger aus Köln - wie Lafer gebürtiger Österreicher -, der mit Lebensgefährtin Andrea Matzker zur Weinprobe im Deutzer Hof weilte. Den bekennenden Lafer-Fan hatte der SWR wegen dessen bewegenden Schicksals zum Kandidaten erkoren: Seit einer Spritze beim Zahnarzt ist der leidenschaftliche Hobbykoch - ehemals Chefarzt der Urologie - halbseitig gelähmt.

„Ach guck mal, da kommt der Lafer“, hatte Schlesinger bei Ankunft des Hubschraubers zu seiner Lebensgefährtin gesagt. Dass der Koch aber eigens gekommen war, um ihm seine Leibgerichte zu bereiten, verschlug dem Kölner dann aber fast die Sprache. In der winzigen Küche auf dem Deutzer Hof machte sich Lafer an die Arbeit. Mit köstlichem Ausgang: Dem „Herbstlichen Salat mit in Aromaten gebratenen Garnelen und frischem Parmesan“ folgte das „Rinderfilet in Ahrrotweinsoße“ mit Pfifferlingen und Kartoffelgratin. Apfelpfannkuchen machten als süßer Abschluss das Menü vollkommen.

Bevor den Fernsehzuschauern aber ob all dieser kulinarischen Kreationen das Wasser im Munde zusammenlaufen kann, ist noch etwas Geduld gefragt: Sendetermin der in Mayschoß gedrehten Folge ist erst am Sonntag, 7. November, um 18.45 Uhr. Ein kleiner Blick hinter die Kulissen: Damit am Ende ein achtminütiger Film entsteht, drehte das Fernsehteam satte vier Stunden im Ahrtal. (peo)