Der lästige Feinstaub: Nicht nur auf den Straßen ist er ein Problem, nein, auch in der Kirche - zumindest in der katholischen. Was manch benebelter Kirchgänger vielleicht ahnte, meint jetzt ein findiger Klimatologe der Uni Duisburg-Essen bewiesen zu haben: Nach seinen Studien kann die Feinstaub-Belastung in katholischen Kirchen an hohen Feiertagen den EU-Grenzwert kurzzeitig um mehr als das Vierfache übersteigen. Vor allem der Weihrauch, der an hohen Feiertagen in den Kirchen benutzt wird, treibe den Wert auf bis zu 220 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft hoch, erklärt Dr. Stephan Weber (32). Der EU-Grenzwert für das Tagesmittel liegt bei 50 Mikrogramm. Weber hatte zwei Wochen lang rund um das vergangene Weihnachtsfest in einer Pfarrkirche in Mülheim / Ruhr die Werte gemessen. Während in gewöhnlichen Gottesdiensten, in denen weniger Kerzen brennen und kein Weihrauch benutzt wird, die Werte harmlos seien, schnellten sie in der aufwendigeren Messe zu Heiligabend nach oben, sagte Weber. Sie waren dann gut sieben Mal so hoch wie zur übrigen Zeit. Er wolle mit der Untersuchung, die er aus „Spaß an der Freude“ gemacht habe, jedoch nicht vor Kirchenbesuchen warnen, beteuert der Forscher, selbst Katholik. (dpa)
Achtung: Feinstaub im Weihrauch
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Soll jetzt etwa der Besuch in der Kirche schädlich sein?
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