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Am letzten Tag noch im OP

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Bis zu ihrem letzten Arbeitstag habe ihr die Arbeit viel Freude bereitet, berichtet Dr. Ingrid Mitrenga. Und deshalb scheidet die bekannte Anästhesie-Chefin aus dem St. Elisabeth-Krankenhaus auch mit durchaus „gemischten Gefühlen“ aus. Nach über 35 Jahren in Hohenlind geht die 65-Jährige heute in den Ruhestand - nachdem sie noch ein letztes Mal bei einem schwierigen chirurgischen Eingriff mit im OP stand.

1970 war Dr. Mitrenga zunächst als Assistenzärztin an die Klinik gekommen. Gemeinsam mit dem damaligen Chefarzt und Oberarzt baute sie die Abteilung auf, der sie seit 1983 einschließlich der inzwischen interdisziplinären Intensivstation vorsteht. „Wir haben mit drei Leuten und jährlich rund 6000 Narkosen angefangen“, blickt die erfahrene Ärztin zurück. Mittlerweile gibt es 22 Anästhesisten, die im Jahr doppelt so viele Narkosen vornehmen und dazu die Patienten auf der Intensivstation betreuen. Dank verbesserter Medikamente und bester Monitor-Überwachung, so Dr. Mitrenga, sei die heutige Anästhesie nicht nur von hoher Sicherheit, sondern je nach Eingriff auch in Zeit und Dosierung sehr individuell steuerbar.

Das sieht Privatdozent Dr. Fritz Fiedler genauso, der offiziell am 1. November die Nachfolge antritt, aber schon am Montag bei der Visite dabei sein wird. Der 44-jährige Bayer, der in München studierte und seit 1999 als Anästhesie-Oberarzt in der Uni-Klinik Mannheim tätig war, bezeichnet es als „eine Ehre“, im St. Elisabeth-Krankenhaus arbeiten zu dürfen. Die Abteilung, lobt er, sei bislang optimal geführt worden. Schwierige Aufbauarbeit bleibe ihm damit erspart, dennoch strebe er an, gewisse Bereiche auszubauen wie zum Beispiel die Schmerztherapie. So würden Ende des Jahres drei Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Schmerztherapeut“ im St. Elisabeth-Krankenhaus zur Verfügung stehen, um Patienten mit Akutschmerzen nach Operationen, Tumorschmerzen oder chronischen Schmerzen zu behandeln. (KE)