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Anfangs fast rund um die Uhr im Einsatz

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SCHLEIDEN. Vor 15 Jahren wurde im Schleidener St. Antonius-Krankenhaus die Abteilung für Plastische und Handchirurgie etabliert. Ein Mann kümmerte sich damals alleine um diese Abteilung: Dr. Peter Funke. Die offizielle Einführungsfeier fand damals im Gemünder Kurhaus statt. 15 Jahre später konnte Dr. Peter Funke dort nun wieder feiern.

Aus dem damaligen Ein-Mann-Betrieb hat sich inzwischen ein 13-köpfiges Team entwickelt. Die Fachabteilung hat sich weit über die Grenzen der Schleidener Region hinaus etabliert. Ansonsten gibt es solche nur in Uni-Kliniken.

Weitsichtiger

Wunsch

1987 arbeitete Funke am Schleidener Krankenhaus als Oberarzt in der Allgemeinen und Unfallchirurgie unter Dr. Hans-Jürgen Kuhls. Schon damals äußerte der kaufmännische Direktor Theo Korth einen weitsichtigen Wunsch: Er sprach Funke darauf an, ob er bereit sei, im Krankenhaus die Plastische Chirurgie einzuführen. Funke war bereit, musste sich aber noch zum Facharzt für Chirurgie und anschließend zum Facharzt für Plastische Chirurgie ausbilden lassen, was immerhin mehrere Jahre in Anspruch nahm. Die Plastische und die Handchirurgie haben nicht unwesentlich dazu beigetragen, die Existenz des kleinen Krankenhauses auch in schwierigen Zeiten zu sichern.

1994 begann Funke, die Abteilung alleine aufzubauen. „Mit einem Handicap, dass ich 365 Tage im Jahr 24 Stunden in der Plastischen Chirurgie arbeiten musste und die Hälfte des Monats auch 24 Stunden Bereitschaftsdienst in der Allgemeinen und Unfallchirurgie übernehmen musste“, scherzt Funke und äußert trotz aller Strapazen heute: „Es macht mir noch genau so viel Spaß wie am allerersten Tag.“ Nach zwei Jahren erhielt Funke Verstärkung durch Dr. Johannes Beike. Dieser übernahm Funkes Funktion als Oberarzt der Allgemeinen und Unfallchirurgie und wurde auch Oberarzt in Funkes Abteilung. Die Zahl der Patienten stieg schnell an. Waren es anfangs nur rund 100 Patienten im Jahr, werden in der Schleidener Abteilung inzwischen über 4000 behandelt.

Für Dr. Beike war die Doppelfunktion eine große Belastung. 1997 kam Dr. Stavros Fragedakis als Oberarzt für Allgemein- und Unfallchirurgie hinzu. Die Abteilung für Plastische, Wiederherstellungs- und Handchirurgie wurde um die Fußchirurgie erweitert. Neben Chefarzt Funke arbeiten heute Dr. Rafael Peinado Meyer, Dr. Markus Pflüger, Dr. Markus Löbbert, Dr. Tuncay Caylak und Assistenzarzt Dr. Mazen Haguan im Team, unterstützt von sechs Arzthelferinnen und einer OP-Schwester. Die Schwestern betreuen in der zweiten Etage des Krankenhauses die Patienten durchschnittlich vier bis fünf Tage, was für sie einen „extrem hohen Dokumentationsaufwand“ mit sich bringt.

Bis zu 15

Operationen pro Tag

Funke und seine eingespielte Mannschaft beschäftigen sich vornehmlich mit Korrekturen angeborener Fehlbildungen, Verletzungen, Verbrennungen und Tumorerkrankungen im Gesicht. Nur der kleinere Teil ihrer Arbeit konzentriert sich auf reine Schönheits-OPs. Teilweise werden in drei OP-Sälen bis zu 15 Patienten am Tag operiert.

Bernd Koch, Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West, Dr. Franz-Josef Zumbé, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung des Kreises, und Schleidens Bürgermeister Ralf Hergarten begrüßten am Mittwoch die Gäste. Funke stellte seine Abteilung vor.