EUSKIRCHEN – Warum kam DJ Ötzi nicht zur Après-Ski-Party am Samstag nach Euskirchen? Auf Plakaten war der Sänger als eine der großen Attraktionen angekündigt worden. Der Veranstalter der schlecht besuchten musikalischen Sause, Hans Peter Pick, hatte am Samstag mit Verweis auf das „Vertragsgeheimnis“ keine Erklärung abgegeben.
Doch Wolfgang Kaminski, Manager von DJ Ötzi („Anton aus Tirol“), will seinen Schützling nicht in ein schlechtes Licht rücken lassen. Gestern Morgen erklärte er der Rundschau: Veranstalter Pick sei „seinen vertraglich festgelegten Verpflichtungen nicht nachgekommen“. Auf die Frage, ob eine Vor-Gage vor dem Auftritt vereinbart, aber nicht gezahlt worden sei, antwortete Kaminski: „Volltreffer.“ Er habe einen Anwalt eingeschaltet. Ob dieser noch tätig werden muss, ist indes unklar.
Denn Pick erklärte gestern Mittag, er habe sich mit Kaminski kurz zuvor geeinigt: „Wir haben vor fünf Minuten telefoniert. Ich werde die Gage zahlen und dann DJ Ötzi für einen weiteren Auftritt engagieren, allerdings nicht in Euskirchen.“ Für die Party am Samstag, bei der der selbst ernannte „König von Mallorca“, Jürgen Drews, und „Big-Brother Jürgen“ aufraten, waren nur 360 Karten verkauft worden. Der Veranstalter sprach von einem Verlust von 26 000 Euro. Kaminski dazu: „Ein Veranstalter muss in der Lage sein, die Gagen zu bezahlen, auch wenn der Vorverkauf schlecht läuft.“
Unterdessen ist auch Partyservice-Betreiber Matthias Lückerath in die Kritik geraten. Weil er in der Halle Fußball-WM-Übertragungen veranstaltet hatte, hätten ihn enttäuschte Besucher der Après-Ski-Party in Zusammenhang mit der Veranstaltung gebracht und teils wüst beschimpft. Er habe mit der Veranstaltung aber rein gar nichts zu tun, auch nichts mit dem Veranstaltungsort.
