SCHMITZHÖHE. Damit auch bei einem Stromausfall, wie zuletzt bei Orkan Kyrill in 2007, die Wasserversorgung in Schmitzhöhe und Umgebung nicht zusammenbricht, hat die Wasserversorgungsgenossenschaft Schmitzhöhe Ende 2007 vorgesorgt: Wir haben ein gebrauchtes Notstromaggregat angeschafft und selbst in unser Pumpenhaus am Sportplatz Köttingen eingebaut, erläutert Helmut Larisch, seit 1. April der Geschäftsführer Wasserversorgungsgenossenschaft. Insgesamt investierte die Genossenschaft rund 10 000 Euro in die Maßnahme.
Es sei zwar so, dass auch zuvor bei Stromausfall das Wasser durch natürliches Gefälle ins Leitungsnetz gelaufen sei. Doch die Pumpen, die das Wasser zum Hochbehälter an der Lindlarer Straße pumpten, und die 2006 im Hochbehälter eingebaute Druckerhöhungsanlage funktionierten bei Stromausfall früher nicht. Deswegen gab es im höher liegenden Ortsbereich von Schmitzhöhe bei Stromausfällen früher Probleme, die nun aber überwunden seien, so Larisch. Im Falle eines Stromausfalls springt nun ein Dieselgenerator nach wenigen Sekunden automatisch an und liefert Strom für die notwendigsten Funktionen. Der Generator kann 15 Stunden lang für Strom sorgen. Dann erst muss Dieselkraftstoff nachfüllt werden.
Mit der Notstromversorgung ist die kleine Genossenschaft Schmitzhöhe nun besser gewappnet für Ausfälle als so mancher großer Wasserversorger, erklärt Geschäftsführer Larisch.
Da die Wasserversorgungsgenossenschaft in den 1980er Jahren einen neuen Wasser-Hochbehälter an der Lindlarer Straße gebaut hat, benötigte sie seit einiger Zeit den alten Hochbehälter in der Gartenstraße nicht mehr. Lange Zeit bereitete der geplante Abbau des den Hochbehälters - der auf einem Grundstück ohne eigenen Zugang stand - der Genossenschaft großes Kopfzerbrechen.
Eine Verschärfung des Feuerschutzgesetzes sorgte nun für eine unverhoffte Lösung des Problems: Die Gemeinde Lindlar erwarb den Hochbehälter als Reservoir für einen Löschwasserreserve von 140 Kubikmetern von der Genossenschaft. Ein Schacht mit einer Wasser-Befüll- und Entleerungsvorrichtung für die Feuerwehr wurde eingebaut.
Damit wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Feuerwehr hat nun die zusätzliche Löschwasserreserve, die durch den Bau des Evangelischen Gemeindezentrums in Schmitzhöhe gesetzlich notwendig wurde, gleichzeitig ist die Wasserversorgungsgenossenschaft Schmitzhöhe ihren alten Hochbehälter losgeworden.