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Banküberfälle geklärt

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DÜSSELDORF / MORSBACH / NÜMBRECHT. Eine der spektalulärsten Bankraubserien in der Geschichte der Bundesrepublik ist geklärt: Ein 54-Jähriger aus Asbach (Rhein-Sieg-Kreis) und ein 51-Jähriger aus Hagen sitzen in Haft. Auf ihr Konto gehen 36 Raubüberfälle zwischen 1988 und 2001. Die Beute insgesamt: über sechs Millionen Euro.

Ein großer Teil der Millionen-Beute stammt nach bisher unbestätigten Meldungen auch aus zwei oberbergischen Banken.

Das Duo soll am 6. November 1997 kurz vor 18 Uhr die Sparkasse der Homburgischen Gemeinden in Nümbrecht um rund 700 000 Mark erleichtert haben. Damals entkamen die beiden Täter, die die Kassiererin kurzzeitig als Geisel genommen hatten, unerkannt mit einem Motorrad, das am Friedhof bereit stand.

Am 14. Januar 2000 gegen 18.20 Uhr besuchten die maskierten Täter die Kreissparkasse Morsbach. Mit dem Motorrad rasten sie damals bis in den Vorraum der Bank. Den Angestellten hielten sie Maschienpistolen unter die Nase. Mit einem sechsstelligen Betrag - die Rede war von über 300 000 Mark - gelang ihnen die Flucht. Zwei Tage später fand die Polizei das Motorrad zerstört in einem Wald nahe Morsbach. In beiden Fällen gingen die Bankräuber brutal und „ohne Rücksicht auf Verluste“ vor. Beide Geldinstitute waren damals heilfroh, dass weder Kunden noch Angestellte zu Schaden gekommen waren. Wie richtig die Bankchefs nach den beiden Überfällen die Gefahr einschätzten, zeigt heute die Tatsache, dass einer der beiden Verhaften wegen Mordversuchs an einem Polizisten gesucht wurde.

Alle Fahndungen, unter anderem auch in SAT 1, der Polizei verliefen zunächst im Sand. Durch mühevolle Kleinarbeit der Sonderermittlungsgruppe „Winter“, bei der auch ein Beamter aus Gummersbach fast zwei Jahre lang mitwirkte, kam man den Bankräubern schließlich auf die Spur.

Erst gestern Morgen um 11 Uhr gab das Landeskriminalamt Düsseldorf diese spektakuläre Verhaftung, die bereits im Oktober des vergangenen Jahres in St. Augustin erfolgte, bekannt. WELT