MORSBACH – Neben dem Sportplatz Auf der Au soll auf einem 4000 Quadratmeter großen Grundstück ein Wohnheim für zwölf Bewohner errichtet werden. Der Kaufvertrag ist unter Dach und Fach, die Abstimmungsgespräche mit dem Landschaftsverband, Bauministerium und der Kirche haben begonnen.
Reduzierung der
Mehrbettzimmer
Deshalb kann die Leiterin des Behindertenzentrums, Heike Schmidt, derzeit weder den Baubeginn, noch das Investitionsvolumen nennen. Da das behindertengerechte Wohnheim barrierefrei sein muss, wird eine eingeschossigen Bauweise geplant. „Das große Grundstück bietet uns diese Möglichkeit“, sagt sie.
Im Behinderten-Zentrum St. Gertrud am Kirchhügel, in dem insgesamt 118 Menschen mit Behinderung stationär und ambulant betreut werden, sollen Therapiezentrum und Wohnheim zu einer Einheit zusammengefasst werden. Aufgrund der neuen Gesetzeslage ist eine Reduzierung der Drei- und Zweibettzimmer geplant, so dass der Neubau auch aus diesem Grund erforderlich ist. Bislang verfügt die Behinderten-Einrichtung über eine dezentrale Wohngruppe mit acht Personen in der Lerchenstraße.
Auch in der Verwaltungsleitung und in der Namensgebung wird es Veränderungen geben. Nachfolger von Bernd Theisen, der 15 Jahre Verwaltungsleiter des Behinderten-Zentrums ist und im August aus Altersgründen ausscheidet, wird ab Juli Volker Freudenberg (51) aus Wilnsdorf bei Siegen. Er war bisher in führenden Positionen verschiedener Krankenhäuser und Altenheimen tätig.
Ab 2012 wird sich die Einrichtung in „Wohnverbund St. Gertrud“ umbenennen. Dementsprechend muss sich auch die Fördergemeinschaft einen neuen Namen geben. Bislang hatte Bernd Theisen auch den Vorsitz dieses Gremiums inne. In der Mitgliederversammlung im Mai wurde Jutta Bremken zu seiner Nachfolgerin gewählt. Die pensionierte Pädagogin ist die Nichte von Ordensschwester Augustalis, die über Jahrzehnte das Behindertenheim geleitet hat, und ist daher mit dem Haus sehr vertraut, zumal ihr Vater dort auch ehrenamtlicher Hausmeister war. (hh / bu)