MÖNCHENGLADBACH. Der Fall des im Flüsschen Niers entdeckten toten Babys hat erneut eine überraschende Wende genommen. Nach einem umheimlichen, nächtlichen Anruf in der WDR-Sendung „Domian“ nahm die Mönchengladbacher Polizei ihre Ermittlungen wieder auf. Der Anrufer hatte behauptet, dass er die Mutter des Säuglings kenne und sie das Kind umgebracht habe.
Das Kind sei bei einer Vergewaltigung gezeugt worden. Allerdings gab der Mann einen falschen Namen und eine falsche Adresse an. Bei der Mönchengladbacher Polizei gehen die Meinungen über die Glaubwürdigkeit des Anrufers auseinander. Er hatte sehr nervös gewirkt. Die Ermittler sind zuversichtlich, den anonymen Tippgeber ausfindig machen zu können.
Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis hatte die Polizei die Ermittlungen vor gut einer Woche abgebrochen. Rechtsmediziner hatten Fruchtwasser in der Lunge des Kindes entdeckt und waren davon ausgegangen, dass das Kind eines natürlichen Todes starb. (dpa)
