BRÜHL – Die Wahl von Gerd Schiffer zum dritten Beigeordneten in Brühl bleibt gültig. Die von den Grünen eingeschaltete Bezirksregierung in Köln sieht - wie zuvor schon der Landrat - als Kommunalaufsicht keinen Grund, die Wahl zu beanstanden.
Im Mai hatte der Rat den 40-jährigen Diplom-Verwaltungswirt mit CDU-Parteibuch zum Beigeordneten gewählt. Schiffer hatte zuvor das Bürgermeisterbüro geleitet, war als Pressesprecher der Verwaltung tätig und außerdem für die Bereiche Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaften verantwortlich.
Die Grünen hatten sowohl die Qualifikation Schiffers für das Beigeordneten-Amt bezweifelt als auch das Besetzungsverfahren kritisiert. Unter anderem bemängelten sie, es habe eine Vorfestlegung auf Schiffer gegeben, die andere Bewerber womöglich abgeschreckt haben könne.
Grüne geben
Widerstand auf
Dabei verwies die Öko-Partei auf Parallelen zu Köln. Dort hatte Regierungspräsident Lindlar die Neuausschreibung des Kämmererpostens verlangt, weil der Name der Favoritin, Gabriele Klug (Grüne), bereits einen Tag vor Bewerbungsschluss veröffentlicht worden war. Auch in Brühl sei der Name Schiffer frühzeitig an die Öffentlichkeit gelangt. Die Bezirksregierung dagegen hält den Bewerber Schiffer für geeignet und sieht keinen Hinweis auf eine frühe öffentliche Festlegung.
Die Grünen wollen ihren Widerstand gegen die Beigeordnetenwahl nun aufgeben. Michael vom Hagen, Vorsitzender der Grünen-Ratsfraktion, kündigte aber an: „Sehr wohl werden wir in der Tagespolitik sehr genau darüber wachen, ob Schiffer insbesondere den aktuellen Aufgabenstellungen im Bereich der Bauordnung gewachsen sein wird.“ (aen)