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Bewegender Abschied mit beeindruckender Handballgala

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HANDBALL. Es sollte sein Abend werden - und er wurde es. Beim Abschied vom TVE Bad Münstereifel hatte Rechtsaußen Stefan Becker ein „Dream-Team“ zusammen gestellt, das Rang und Namen hatte. Und die Ü 40-Mannschaft zeigte gegen das aktuelle Oberligateam aus der Kurstadt, dass es das Handballspielen nicht verlernt hat.

Die Heinz-Gerlach-Halle war besser besucht als bei manchem Heimspiel des Oberligisten in der abgelaufenen Saison. Keiner der zahlreichen Handballfans ging enttäuscht nach Hause. „Ich hätte nie gedacht, dass so viele Zuschauer zu einem Ü 40-Spiel kommen“, meinte ein sichtlich gerührter Stefan Becker bei seiner Abschiedsrede.

Was vor allem sein „Team Becker“ vorher zeigte, war aller Ehren wert. Auch wenn der aktuelle TVE-Kader nicht bis zum Letzen kämpfte, so wurde die Mannschaft von Trainer Pascal Schiewe das ein ums andere Mal vorgeführt. Schnell führte das Team von Stefan Becker mit 9:2. Für die ersten beiden Highlights des Spiels hatte Trainer Schiewe gesorgt. Als Sonderbewachung für Rechtsaußen Stefan Becker stellte der aktuelle Coach den nominellen Torwart Tim Lierenfeld auf. Nachdem Becker ihn aber zweimal „ausgewackelt“ hatte, reagierte der TVE-Coach und setzte Lierenfeld auf die Bank. Auch das erste „Mannschafts-Timeout“ nahm der aktuelle Trainer. Schnell stand die Kiste Kölsch auf dem Spielfeld und man prostete dem scheidenden Mitspieler zu.

Bis zur Pause hielt das „Dream-Team“ von Becker den Abstand gleich und führte mit 17:10 - ob durch sehenswerte Treffer des scheidenden Rechtsaußen, Rückraum-Knaller von Wolfgang Usling, Alexander Gärtner, Stephan Schmitz und Frank Glaeser oder durch traumhaft herausgespielte Tore vom Kreis durch Peter Trimborn und Jens Schmitz. Das Becker-Team ließ die aktuelle Mannschaft richtig alt aussehen.

Kurz vor der Pause zeigte Stefan Becker auch noch sein Können als Torwart, als er einen von Torwart Peter Zöllmann geworfenen Siebenmeter hielt. Nach der Pause glaubten viele, dass die Kräfte beim „Becker-Team“ mangels Kondition schwinden würden. Aber das Gegenteil war der Fall. Die „Alten Herren“ zeigten berauschenden Handball und setzten sich bis auf zehn Tore ab. In der letzten Auszeit motivierte TVE-Trainer Pascal Schiewe sein Team: „Jetzt machen wir ernst.“ Aber auch das konnte die Niederlage (36:27) nicht verhindern. Denn er hatte die Rechnung ohne seinen Gegenüber, Jadranko Demirovic, gemacht. Der stellte die Abwehr des „Becker-Teams“ um und die Oberligisten kamen nicht mehr heran.

Mit einer feucht-fröhlichen Champagner-Dusche für Stefan Becker sorgten seine Mitspieler für einen berauschenden Handballabend.