Berlin – Deutschland bekommt im internationalen Vergleich gute Noten für sein Bildungssystem. Im jährlichen Bericht „Bildung auf einen Blick“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), in dem die Bildungssysteme der OECD- und anderer Länder miteinander verglichen werden, wird dabei besonders die deutsche Berufsausbildung hervorgehoben.
Das System stelle eine hohe Beschäftigungsfähigkeit sicher und werde eine Schlüsselrolle in der Erholungsphase nach der Corona-Krise spielen, heißt es.
Positive OECD-Noten auch für deutsche frühkindliche Bildung
Die eigentliche Stärke in Deutschland sei das Zusammenspiel zwischen schulischem und betrieblichem Lernen, sagte OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher am Dienstag. Im Durchschnitt entscheiden sich in Deutschland dem Bericht zufolge 46 Prozent aller Schülerinnen und Schüler der oberen Klassenstufen für einen berufsbildenden Weg.
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Die Bildungsausgaben in Deutschland liegen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwar unter dem OECD-Schnitt. 2017 gab die Bundesrepublik dem Bericht zufolge 4,2 Prozent des BIP dafür aus (OECD-Schnitt 4,9). Allerdings waren die Pro-Kopf-Ausgaben pro Bildungsteilnehmer höher als in den meisten anderen Ländern: insgesamt jeweils 13 529 Dollar (OECD-Schnitt 11 231 Dollar).
Positive Noten bekommt Deutschland auch für die frühkindliche Bildung: In Deutschland kommen demnach auf jede pädagogische Fachkraft, die in diesem Bereich arbeitet, fünf Kinder, gegenüber sieben Kindern im Durchschnitt der OECD-Länder. 2018 besuchten in Deutschland 41 Prozent der Einjährigen Einrichtungen wie Krippen oder eine Kindertagespflege. Damit liegt Deutschland deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 34 Prozent. Bei den Zweijährigen waren es sogar 67 Prozent (21 Prozentpunkte über dem OECD-Durchschnitt). (dpa)

