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Bonn International School vereint 64 Nationen

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BONN. Vorschule in Rio, Grundschule in Paris, Abitur in Bonn und Studium in Tokio - für viele Kinder ist die Bonn International School (BIS) nur eine Zwischenstation. Jedes Jahr verlassen etwa 30 Prozent der Kinder die Schule, um zu neuen Ufern aufzubrechen, und neue Schüler aus der ganzen Welt werden eingeschult.

Als die Schule 1997 aus der Fusion der früheren American High School und der British High School hervorging, war sie ausschließlich solchen Weltenbummlern vorbehalten. Blieben sie länger als zwei Jahre, mussten sie aus integrationspolitischen Gründen auf eine deutsche Schule wechseln. Das änderte sich erst mit der vorläufigen staatlichen Anerkennung der Schule vor drei Jahren. Nun überreichte der nordrhein-westfälische Bildungsstaatssekretär Günter Winand BIS-Direktor Peter Murphy die Urkunde über die endgültige Anerkennung als Ergänzungsschule.

Winand lobte die Schule als Bereicherung für das Schulsystem und als Motor für Bonn auf dem Wege zur UN-Stadt. Auch Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann freute sich über die Anerkennung und betonte die Bedeutung der Schule als Grundlage für eine internationale Stadt.

Mit staatlicher Förderung kann die BIS allerdings nicht rechnen. „Wir haben durch die Anerkennung lediglich die Möglichkeit, auch deutsche Kinder aufzunehmen und diese Kinder auch von der Vorschule bis zum Abitur zu unterrichten“, erklärte Direktor Peter Murphy. Gleichzeitig musste sich die Schule verpflichten, Nachlässe bei den Studiengebühren für weniger zahlungskräftige Eltern anzubieten. Ein Vorteil der Anerkennung für alle Eltern: Die Studiengebühren von 4150 Euro pro Jahr für die Kleinsten bis zu 14 700 Euro für die Größten sind nun von der Steuer absetzbar.

Mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 25. November, möchte die Schule jetzt aktiv für sich werben. Denn in dem nagelneuen Schulgebäude in der Plittersdorfer Martin-Luther-King-Straße, das erst im Januar bezogen wurde, ist noch viel Platz. Von insgesamt 600 Plätzen sind bisher erst 370 belegt. Auch Quereinsteiger sind willkommen. Für Kinder ohne Englischkenntnisse gibt es eigens eingerichtete Sprachkurse. Aktuell sind etwa 25 Prozent der Kinder von 3 bis 19 Jahren Deutsche, der Rest verteilt sich auf 63 verschiedene Nationalitäten. Sie erwerben statt des deutschen Abiturs das „International Baccalaureate“, das an allen Universitäten weltweit anerkannt wird.