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Bonndata baut 280 Stellen ab

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BONN. Beim Bonner Softwareunternehmen Bonndata sollen 280 Arbeitsplätze in der Anwendungsentwicklung abgebaut werden. Das teilten gestern die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Betriebsrat mit. Verdi hat die Bonndata-Mitarbeiter für heute zu einer Versammlung ins Gewerkschaftshaus eingeladen. Am Freitag soll eine außerordentliche Betriebsversammlung stattfinden.

Seit einem Jahr werde über die Auslagerung (Outsourcing) der Anwendungsentwicklung des zur Zürich-Gruppe gehörenden Unternehmens verhandelt, nun habe die Geschäftsleitung mitgeteilt, dass 280 von 600 Bonndata-Beschäftigten zum Unternehmensberater CSC Plönzke ausgelagert werden sollen, teilte Betriebsratsvorsitzender Erich Stein auf Anfrage mit. CSC hat sich auf das Outsourcen von Unternehmensteilen spezialisiert. Die Belegschaft befürchtet laut Stein, dass der neue Eigner nach einem Jahr Kündigungen ausspreche.

Die Bonndata-Belegschaft soll sich durch freiwillige Einführung der 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich bemüht haben, die Kosten der Anwendungsentwicklung, die Stein auf 160 bis 170 Millionen Euro beziffert, zu senken. Unterm Strich kamen 130 Millionen Euro heraus; CSC soll aber ein Angebot über 117 Millionen Euro bei gleicher Leistung vorgelegt haben. (dbr)