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Brand in ehemaliger Siegwerk-Kantine

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SIEGBURG. Rauch aus dem Dach sah ein Mitarbeiter der Siegwerk Druckfarben AG, als er gestern Abend gegen 17.45 Uhr nach Hause wollte. Sofort eilten die Werksfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr der Stadt herbei. Da schlugen schon Flammen aus dem Dach des Gebäudes Siegfeldstraße 26, kaum hundert Schritte vom Torhausmuseum entfernt, wo auch ein Mitarbeiterparkplatz ist.

Es brannte in einem historischen Gebäude. Vor mehr als hundert Jahren diente es als Siegwerk-Kantine, zuletzt als Wohnhaus, und seit einigen Jahren stand es leer. Das erzählte die Unternehmerwitwe Veronika Keller (82), die aus ihrem nahen Wohnhaus zum Brandort gekommen war. Mittels Teleskopmast wurden Feuerwehrleute mit Atemschutz über den Brandherd im Dach befördert, wo sie gezielt Löschwasser aus den Schläuchen auf die Flammen lenkten. So konnte der Brand schnell erstickt werden, und die ersten Feuerwehrleute übers Treppenhaus von innen zum Brandherd vordringen. Mit sieben Mann war die Werksfeuerwehr unter Leitung von Bernd Böck im Einsatz, die rund 40 Wehrleute der Siegburger Feuerwehr führte der stellvertretende Wachleiter Hans-Werner Brensing an. Sie deckten zum Schluss Teile des Daches ab, um nach Brandnestern zu suchen. Nach erster Einschätzung der Feuerwehr könnte es sich um Brandstiftung gehandelt haben. Siegwerk-Standortleiter Dr. Andreas Hauner berichtete der Rundschau, in das leer stehende Haus solle nach derzeitiger Planung nächstes Jahr eine Tagesklinik für behinderte Kinder einziehen. Es solle unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes dafür gehergerichtet werden. Der Bauantrag liege der Stadt Siegburg bereits vor. Ob der Brand diese Pläne verzögert, war gestern Abend offen. (ca)