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Bunker in KirspenichAuch der BND nutzte die Anlage

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Der Bunker wurde von 1963 bis 1965 gebaut. Die Baukosten betrugen rund 6,9 Millionen DM - ohne Funktechnik. Betrieben wurde der Bunker mit dem damals höchsten Schutzgrad S9 mit drei Meter starken Wänden von 1965 bis Dezember 1998.

Der Bunker mit seinem Eingang im Grünen (Foto) diente zunächst als abgesetzte Sendestelle des Regierungsbunkers im Ahrtal. Von Kirspenich aus sollte im Kriegsfall die Funkverbindung im Bundesgebiet aufrechterhalten werden. Dann diente die Einrichtung als Polizeihauptfunkstelle. Auch der Bundesgrenzschutz nutzte die Anlage. Zudem lief der gesamte Funkverkehr des Auswärtigen Amtes mit den Botschaften in aller Welt via Kirspenich.

Unregelmäßige Besuche des Bundesnachrichtendienstes (BND) gab es wohl auch. Mitarbeiter klingelten oben am Bunker, erhielten nach Kamerabeobachtung Einlass und nutz ten die Technik. Die Tätigkeiten des BND waren der Stammbelegschaft nicht bekannt . Vom BND wurden regelmäßig Leitungen angefragt und über Kirspenich geschaltet - der Zweck blieb allerdings im Dunkeln. Und zu guter Letzt konnte man mit der Anlage nicht nur weit hinter den Eisernen Vorhang senden, sondern auch den dortigen Funkverkehr belauschen.

Diese Informationen waren Bestandteil einer Führung. Eine weitere Besichtigung unter dem Titel „Regierungsbunker ist für den 3. Oktober geplant. Eine Anmeldung ist erforderlich. (ron)

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