BERGHEIM. Es hat sich einiges getan im Bergheimer Krankenhaus: Im Juli 2005 trat Chirurg Stephan Sarter an die Stelle des Chefarztes Claus-Jürgen Wolf, der Januar 2006 brachte mit Joachim Zeidler einen Chefarztwechsel in der inneren Medizin, und seit Mai leitet Birgitta Wesenberg die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe.
Die neue Besetzung wirkt dynamisch, ungezwungen und versteht sich gemeinsam mit dem Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, Tomas Zvolský, als Team.
Am Samstag war es nun an der Zeit, den Bürger bei einem Informationstag etwas vom frischen Wind spüren zu lassen: So stellten die Ärzte ihre Leistungsspektren in Vorträgen dar.
Ich habe mir drei Referate angehört und alles sehr gut erklärt bekommen, lobte Zuhörerin Maria Priese. Auch zwischen den Vorträgen konnten sich die nahezu 500 Besucher medizinisch informieren. Neben der Blutzucker-, Cholesterin- oder Blutdruckmessung gab es vor allem bei der Venenmessung regen Zulauf.
Beim letzten Vortrag stellten die vier Chefärzte das interdisziplinäre Abdominalzentrum vor, in welchem zukünftig Patienten mit Beschwerden im Bauchraum behandelt werden sollen.
So präsentierte Birgitta Wesenberg das Krankheitsbild des akuten Bauches. Hier können die Ursachen mannigfaltig sein und sowohl im internistischen, chirurgischen als auch im gynäkologischen Fachbereich liegen. Da ist für langwierige Diagnostik keine Zeit und es ist sinnvoll sowie auch lebenswichtig, von Anfang an fachübergreifend zu arbeiten, stellte die Gynäkologin klar. Joachim Zeidler ergänzte, dass eine interdisziplinäre Betreuung für kurze Wege, Fachkompetenz am Krankenbett und gemeinsame Therapieentscheidungen sorge, was Stephan Sarter an einem Fallbeispiel erläuterte.
Zur Zeit verfügt das Maria-Hilf-Krankenhaus über 252 Betten. Die 35 Betten umfassende Abdominalstation soll in einer der neu gebauten Stationen entstehen und spätestens im nächsten Frühling mit Beendigung der Umbauarbeiten eröffnen. Wir haben Leute, die bereit sind, in dieser Form zu behandeln. So geht es nicht länger um den Patienten auf meiner oder deiner Station, sondern um den Patienten in unserem Krankenhaus, freute sich Tomas Zvolský. Eines Tages, wenn genügend Gelder zur Verfügung stehen, soll sogar eine gemeinsame Ambulanz in Angriff genommen werden.