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Chemiewerk LyondellBasellVon 1500 Bewerbern schaffen es nur 50

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Der angehende Chemikant Markus Ziechner vermittelte Besuchern beim Tag der offenen Tür seine Begeisterung für die Chemie. Viele Jugendliche ließen gleich ihre Bewerbungsunterlagen dort.

WESSELING – Die Jugendlichen sollten sich einmal ein ganz eigenes Bild über die Ausbildungsmöglichkeiten im Chemiewerk LyondellBasell machen. Viele Jugendlichen brachten gleich ihre Bewerbungsunterlagen mit.

„Das Interesse der jungen Leute, hier eine Ausbildung zu absolvieren, ist groß“, erklärte Ausbildungsleiterin Silvana von Hayn. Jährlich erhalte sie bis zu 1500 Bewerbungen. Rund die Hälfte würden zum Eignungstest eingeladen. Bis zu 200 Bewerber erhielten schließlich eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch, bei dem sie sich für einen der rund 50 Ausbildungsplätze qualifizieren können. In diesem Jahr sind noch acht Ausbildungsplätze zu belegen. „Wir suchen noch Elektriker, Mechaniker, Kaufleute und Chemiker“, erklärte von Hayn. Die Bewerber sollten Interesse an dem Beruf und eine erkennbare Lernbereitschaft mitbringen. Wichtig sei zudem Pünktlichkeit und Teamfähigkeit.

Carsten Vetter (18) hat bereits sämtliche Hürden überwunden. Er ist im dritten Ausbildungsjahr zum Elektroniker und stellte am Samstag seinen Ausbildungsberuf den Besuchern vor. Als besonders reizvoll beschrieb er die Möglichkeiten, die ihm der Beruf eröffne. So arbeite er sowohl am Schalterschrank, als auch am Computer. „Das macht einfach Spaß“, sagte er.

Mit einer selbst gebauten Dampfmaschine warb hingegen Kai Geue (18) für den Beruf des Industriemechanikers. Nicht nur die Maschine an sich sei in der Ausbildungswerkstatt konstruiert worden, auch sämtliche Zylinder und Kolben haben die Auszubildenden selber hergestellt.

Für Lucas Dressel (19) steht jedoch fest: „Ich möchte Chemikant werden.“ In der Schule sei nämlich Chemie sein Lieblingsfach. „Mit Chemie kann man sogar die Umwelt schützen“, belegt er seine Begeisterung. „Ich habe über Verfahren gelesen, in denen sich COin der Kunststoffproduktion einbringen lässt“, erzählte er.

Dass Chemie ein spannendes Arbeitsfeld ist, kann Liridon Ukiqi (17) nur bestätigen. Er ist im ersten Ausbildungsjahr zum Chemikanten und zeigte, wie mit Kupfersulfat Kristalle gebunden werden. Dazu wird das Sulfat in erwärmtes und vollständig entsalztes Wasser gegeben. Schließlich bilden sich an einem in dieses Wasser gehaltenen Faden Kristalle.

„Das funktioniert auch mit Salz“, erklärte Ausbilder Rolf Ide. Er arbeitet bereits 21 Jahre im Werk und meinte: „Die jungen Leute von heute sind nicht wirklich anders als wir es waren. Wo wir einst zum Spickzettel gegriffen haben, greifen sie heute zum Handy.“