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City- oder MountainbikeWelches Fahrrad passt zu mir?

3 min
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Die Entscheidung für den kauf fällt meist aus dem Bauch heraus.

Wer auf der Suche nach einem Fahrrad ist und sich im Fachhandel beraten lässt, kennt die Frage: „Was wollen Sie mit dem Rad machen?“. Denn jeder Fahrradtyp ist für einen speziellen Verwendungszweck konzipiert. Um das passende Bike für einen Kunden zu finden, sind außerdem noch Größe, Gewicht und Körperproportionen wichtig.

Faustregeln für den Kauf

Damit das Rad passgenau ist, gibt es folgende Faustregeln: Der Fahrer sollte das Oberrohr – die Querstange – nicht berühren, wenn er es auf dem Boden stehend zwischen den Beinen hat. Bei Damenrädern und Rädern mit niedrigem Einstieg lässt sich das fehlende Oberrohr bei der Anprobe durch eine Schnur andeuten. Der Lenker muss vom Sattel so viel Abstand haben, dass die Beine während der Fahrt mit ihm nicht kollidieren. Für den Sitz gilt:Stehen die Pedale waagerecht, ist die Kniescheibe des Fahrers senkrecht über der vorderen Pedalachse.

Beratung und Service

„Letztlich fällt die endgültige Entscheidung für ein Fahrrad im Bauch des Kunden“, sagt Tobias Hempelmann, Vorstandsmitglied im Verband des deutschen Zweiradhandels (VDZ) und selbst Fachhändler. „Bei der Kaufentscheidung spielen das Aussehen des Bikes und die Vorerfahrung des Radlers eine wesentliche Rolle. Wichtig ist aber vor allem die optimale Anpassung des Fahrrades an die Bedürfnisse des Nutzers.“, erklärt Hempelmann weiter. Im Fahrradgeschäft erhält der Kunde jederzeit kompetente Beratung und verlässlichen Werkstattservice.

Von Trekkingbike bis Cityrad

Der in Deutschland am meisten verkaufte Fahrradtyp ist das Trekkingbike. Das liegt an seiner Vielseitigkeit: So eignet es sich für Alltag, Freizeit und Sport gleichermaßen. Das zumeist mit 14- bis 21-Gang-Kettenschaltung, einem schlanken Rahmen und gemäßigt breiten 28-Zoll-Reifen ausgestattete Bike erlaubt maximale Flexibilität. Längere Touren und Reisen, bergige Anstiege und selbst der Transport von einem Kindersitz oder -anhänger sind möglich. Ein Trekkingrad ist ab rund 600 Euro erhältlich.

Das Cityrad eignet sich für den Alltag und für gelegentliche kurze Touren. Sein mit zwischen 18 und 20 Kilogramm verhältnismäßig hohes Gewicht ist nicht empfehlenswert für längere Touren. Da diese Modelle häufig einen tiefen Einstieg, eine bequeme und entspannte Sitzposition, eine mit Rücktritt ausgestattete, einfach zu bedienende, meist siebengängige Nabenschaltung haben, sind sie vor allem bei Frauen und der „Generation 50 Plus“ beliebt. Ein gutes Cityrad kostet auf jeden Fall rund 450 Euro.

Rennrad gut für Sport

Es wird unter anderem gekennzeichnet durch eine flach nach vorne und damit luftlinienförmige Sitzposition sowie gerade mal 23 Millimeter dünne Reifen. Wer Komfort erwartet, ist mit diesem Sportgerät falsch beraten. Da Rennräder nicht für den alltäglichen Gebrauch vorgesehen sind, wird bei ihnen aus Gewichtsgründen oftmals sogar auf vorgeschriebene Teile wie eine Klingel verzichtet. Für ein Rennrad müssen rund 800 Euro einkalkuliert werden.

Mountainbike im Gelände

Ursprünglich ist es für Gelände- und Bergtouren konzipiert, eignet sich daher auch für Sportler. Egal, ob es über einen holprigen Weg oder einen steilen Anstieg geht – mit seinen bis zu 30 Gängen, breiten 26-Zoll-Grobprofil-Reifen, leistungsstarken Bremsen und einer guten Federung eignet sich ein Mountainbike gleichfalls für den Stadtverkehr. Kopfsteinpflaster und hohe Bordsteine sind mit ihm kein Problem. Ein Mountainbike ist ab rund 600 Euro erhältlich.

Der Kompromiss: das Fitnessrad

Ein Kompromiss für alle sportorientierten Radler ist das Fitnessrad. Es verfügt über Rennradtechnik, hat aber statt eines Rennlenkers eine Lenkerstange. Falträder sind ideal für unterwegs. Sie lassen sich auch auf Reisen wegen ihres klappbaren Rahmens und ihrer kleinen Räder mitnehmen. Letzteres qualifiziert sie aber nur für kürzere Strecken. Wer hingegen Tempo und Strecke machen möchte, ist mit einem Liegerad gut beraten. Es gilt wegen seines extrem geringen Luftwiderstands als das am schnellsten von Menschenkraft angetriebene Fahrzeug. Etwas zum Hingucken bieten die sogenannten Cruiser. Sie kommen im coolen und stilvollen Look daher und eignen sich dank spezieller Konstruktion und edler Maßanfertigung sogar als Statussymbol.