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„Culture Clash“Ein neuer Rückschlag

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Bergheim-Kenten – Eghbal Hajabi ist empört. Der Leiter der Südwest-Musik- und Tanzinitiative „Culture Clash“ soll mit seinen mehr als 400 Schülerinnen und Schülern die ehemalige Diskothek an der Straße Am Biotop unverzüglich räumen.

Musiklehrer Hajabi hatte schon vor zwei Wochen E-Mail-Post von der Besitzerin der ehemaligen Diskothek „Bergheimer Steffi“ bekommen. In dem Schreiben, das der Rundschau vorliegt, wurde ihm von der Besitzerin, die in Frankreich lebt, untersagt, den Keller weiterhin zu nutzen. Culture Clash habe erhebliche Mengen Strom verbraucht und ohne jegliche Zustimmung bauliche Änderungen vorgenommen. Der Schlüssel, schreibt die Diskothekenbesitzerin weiter, sei umgehend abzugeben, anderenfalls drohten Konsequenzen „notfalls mit polizeilicher Hilfe“.

„Für den Strom können wir einen Zähler einbauen, das ist so viel nicht“, sagt Hajabi. Zudem habe man lediglich die Discjockey-Theke entfernt, nach Absprache mit der Besitzerin. Hajabi sagt, dass er sein Vorgehen mit der Mutter der Besitzerin abgestimmt habe. Ihr gehört das benachbarte Hotel.

Hajabi und seine Eleven werkeln seit November an dem über Jahre hinweg ungenutzten Discokeller. Im Antwortschreiben rechnet „Culture Clash“, unterzeichnet mit „Der Vorstand“, Renovierungskosten in Höhe von 38 000 Euro vor und will ohne gesetzliche Räumungsklage das Gebäude nicht verlassen. Während die Besitzerin behauptet, dass sie einer Nutzung der Räume „niemals zugestimmt“ habe, spricht Hajabi von einem Vertrag, abgeschlossen mit dem Manager des Hotels und untermauert durch eine Vollmacht der Diskothekenbesitzerin. Der Manager des Hotels wurde kürzlich entlassen. Er war der Lebensgefährte der verstorbenen Schwester der Besitzerin der Diskothek.

Rechtsanwalteingeschaltet

„Den Vertrag kann es nicht geben“, sagt ein Sprecher der Besitzerin, und der Manager sei nur für das Hotel zuständig gewesen.Jetzt hat die Initiative „Culture Clash“ den Vorgang einem Rechtsanwalt übergeben. Gerade erst hat die Musikgruppe, zu der mehrere Bands und Tanzgruppen gehören, die Folgen zweier Einbrüche in die Räume überwunden. Vor zwei Monaten waren zahlreiche Musikinstrumente, Mischpulte und Verstärker aus dem früheren Disco-Keller entwendet worden.

Wolfgang Härtel habe nach einem Spendenaufruf bei seiner Bergheimer Jam-Session neun Gitarren, zwei Keyboards, Schlagzeugteile, Boxen und Verstärker aufgetrieben, schwärmt Hajabi von der Hilfsbereitschaft der Bergheimer. Ein Glescher Musikhaus hatte, wo nötig, die Instrumente gratis repariert und überholt.Für Samstag, 19. Mai, ist in Zusammenarbeit von Erftrock und dem Verein Südwestwind ein Benefizkonzert zur Unterstützung von „Culture Clash“ geplant.