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Das Gummiwerk wird geschlossen

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Der Betrieb des Gummiwerks im Blankenheimer Gewerbegebiet wird spätestens Ende Februar eingestellt. 36 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

BLANKENHEIM. Geschäftsführer Joachim Geiger erklärte gestern, wieso der Betrieb nicht weiterarbeiten kann: „Die Suche nach einem geeigneten Partner für die Gummiwerk Blankenheim GmbH zur Erweiterung und Sicherung des Geschäftes und der damit verbundenen Arbeitsplätze ist trotz vieler intensiver Kooperationsgespräche bis in die jüngste Vergangenheit ohne Erfolg geblieben. Die vom Ölpreis abhängigen Kosten für wesentliche Ausgangsmaterialien, die steigenden Kosten für Energie und Personal und der extreme Wettbewerb führen zu Verlusten, die eine Weiterführung des Geschäftes ohne einen Kooperationspartner nicht mehr zulassen.“ Der Gesellschafter des Gummiwerks, die Firma Diehl, beabsichtige deshalb, „die Geschäftstätigkeit der Gummiwerk Blankenheim GmbH spätestens zum Ende Februar einzustellen.“

Gespräche mit

dem Betriebsrat

Joachim Geiger will die Betriebsschließung „möglichst im Einvernehmen mit dem Betriebsrat und unter Berücksichtigung der Kundeninteressen“ abwickeln: „Mit dem Betriebsrat werden Gespräche geführt mit dem Ziel, für die betroffenen 36 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine sozialverträgliche Regelung herbeizuführen.“

Joachim Geiger und Prokurist Hermann-Josef Schnichels sagten gestern, die Mitarbeiter seien alle unterrichtet worden. Jetzt sei die Geschäftsleitung dabei, sämtliche Kunden zu informieren. „Wir wollen uns da nicht ruppig verhalten“, so Joachim Geiger. Man prüfe jetzt, wie viel Bedarf bestehe und wie schnell die Kunden auf einen anderen Zulieferbetrieb umstellen könnten. Geiger: „Aber es steht in keinem Kursbuch, wie man das hinkriegt.“

Seit Jahren habe der Betrieb keine schwarzen Zahlen mehr geschrieben. Der Belegschaft sei die schwierige Lage des Unternehmens bekannt gewesen. Sie sei auch darüber informiert gewesen, dass die Geschäftsleitung seit Jahren nach einem Käufer gesucht habe und dass man sich im Falle eines Verkaufs an das Käuferkonzept habe anpassen wollen. Nun sei die Zeit aber reif, den Betrieb zu schließen.

Bei der Suche nach einem Käufer seien einige Jahre ins Land gegangen. Vor drei bis vier Wochen habe der letzte Kandidat abgesagt.

1977 übernahm das Gummiwerk die ehemalige Gummifabrik Emden in Blankenheim. In dem Betrieb werden aus Kautschuk, Ruß, Ölen und anderen Materialien in einem zwei Stockwerke hohen Mischer Gummimischungen hergestellt. Sie werden zum Abkühlen gewalzt und dabei zu Gummi, das als Rohmaterial für runderneuerte Reifen dient. Von Blankenheim aus werden ausschließlich deutsche Unternehmen beliefert.

Vor vier Jahren wurde ein Teil des Betriebes in die Slowakei verlagert. Dabei gingen rund 100 Arbeitsplätze in Blankenheim verloren.

Gebäude wird schwer

zu vermieten sein

„Die Schließung eines Betriebes geht an keinem spurlos vorbei“, so Geiger.

Was aus dem Gebäude wird, können Hermann-Josef Schnichels und Joachim Geiger nicht sagen. Das Gummiwerk ist Mieter bei Diehl. Zwei Lagerhallen im Betrieb wurden weitervermietet, der zweite Mieter wird jetzt aber auch abspringen, was mit der Schließung des Betriebs aber nicht in Zusammenhang steht. Geiger: „Es wird nicht so einfach werden, für das Werk einen Mieter zu finden.“