EUSKIRCHEN. Ein Kind zu verlieren, ist wohl das Schlimmste, das einer Mutter passieren kann, schreibt Christa Decker im Vorwort ihres jüngst erschienen Buches, das sie dem Andenken an ihren Sohn Ralf gewidmet hat.
Wahnsinn ohne Ende heißt die privat herausgegebene Schrift, die sie in der Buchhandlung Rotgeri in Euskirchen vorstellte. Darin beschreibt die aus und durch den Sport vielen Kreisbürgern bekannte Christa Decker den mehrjährigen Leidensweg ihres schlimm verunglückten Sohnes.
Drei Jahre lang ist Christa Decker diesen Weg gegangen. Nun berichtet sie über die eigenen Erfahrungen, um damit nicht zuletzt andere Betroffenen ansprechen und vielleicht helfen zu können.
Ihre Aufzeichnungen beginnen am 5. Februar 1999, einem Freitag, an dem sich Christa Decker von Freunden verabschiedet hatte, um am nächsten Tag eine Reise nach Peking anzutreten.
Als sie nach Hause kommt, erfährt sie durch einen vom Anrufbeantworter aufgezeichneten Anruf ihres Mannes, dass ihr am Mechernicher Krankenhaus als Arzt tätiger ältester Sohn schwer verunglückt und per Hubschrauber ins Aachener Klinikum gebracht worden sei. Ralf habe ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Damals habe das grässliche Warten begonnen. Es dauerte drei Jahre, während derer Ralf Decker im Koma lag, litt und um sein Leben kämpfte, bis er am Ostermontag 2002 verstarb. Das Buch ist zum Preis von 6,90 Euro ausschließlich in der Buchhandlung Rotgeri oder bei Christa Decker selbst (Nikolaus-Reinartz-Straße 4 in Kreuzweingarten) erhältlich.