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Der Dieter, der Thomas, der Heck

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Früher war er der Schnellsprecher im „Zett-de-eff“ - heute ist er Kult: Dieter Thomas Heck moderierte 184-mal die Hitparade. Jan Wördenweber sprach mit dem 67-Jährigen über die Erfolgsshow, mit der er jetzt noch einmal auf Tour geht.

Frage: Herr Heck, die Hitparade ist doch nur dann eine richtige, wenn Rainer mit dabei ist. Wie wird es am 8. Oktober im Gürzenich sein?

Heck: Keine Sorge, Rainer wird wieder am Tonpult sitzen, allerdings ist es ein anderer Rainer als damals.

Frage: Was ist denn aus dem alten geworden?

Heck: Der heißt Rainer Reiser und ist heute einer der Tonchefs beim ZDF. „Dieter, was hast du mir da eigentlich damals angetan“, hat er neulich noch zu mir gesagt. „Ich konnte in keine Kneipe mehr gehen, ohne dass die Leute ,Rainer, fahr ab gesagt haben.

Frage: Welche Künstler werden Sie anmoderieren?

Heck: Ach, das sind alles ganz große Namen: Roland Kaiser, Lena Valaitis, Karel Gott, Chris Roberts, Jürgen Marcus, Bata Illic, Bernd Clüver . . .

Frage: Das klingt nach einer Art Familienzusammenführung?

Heck: Das kann man so sagen. Natürlich gibt es Kollegen, mit denen man sich besser versteht als mit anderen, aber das ist ja in jedem Beruf so. Wir treffen uns zwar immer mal wieder, aber dass alle in einer Sendung auftreten werden, ist eine Premiere. Und alle werden nur ihre großen Hits singen.

Frage: Wie kam es zu der Hitparaden-Tournee?

Heck: Ich saß im Zug von Frankfurt nach Offenbach, als ein Herr von Sinalco mich ansprach. „Wir beide sind Kult“, sagte er und meinte mich und seine Limonade: „Wir sollten was gemeinsam machen.“

Frage: Und wie wird das aussehen?

Heck: So wie früher: Die Bühne und die ganze Dekoration ist nachempfunden worden. Auch wird es den erleuchteten „Pudding“ in der Mitte geben, auf dem sich die Interpreten drehen werden.

Frage:Gibt es eine Ihrer 184 Hitparaden, die Sie nie vergessen werden?

Heck: Ja, das muss 1972 oder 1973 gewesen sein. Es war Faschings-Samstag und da ich im Elferrat in Riegelsberg im Saarland war, kam ich mit Orden dekoriert ins Studio. Kurz vor der Sendung bekam ich von Fans einen Stiefel geschenkt, den habe ich dann mit Bier füllen lassen. Und als ich auf Sendung kam, habe ich erst mal einen tiefen Schluck genommen.

Frage: Ich ahne Schlimmes . . .

Heck: (lacht) Immer wenn ein Künstler auf die Bühne kam, habe ich heimlich etwas Bier in einen Eimer geschüttet, aber so getan, als wenn ich immer betrunkener würde.

Frage: Und das hat man Ihnen abgenommen?

Heck: Und wie! Wir mussten das Ganze irgendwann abbrechen, weil der Unterhaltungschef getobt hat. Er dachte wirklich, ich sei sturzbetrunken. Aber damit hat er mir das größte Kompliment gemacht, das man einem Schauspieler machen kann. Das habe ich ihm noch in der Sendung vor laufender Kamera gesagt - diesmal aber ohne zu lallen.

Frage: Möchten Sie nicht wieder mit der Hitparade auf Sendung gehen?

Heck: Schon, aber nicht mit mir vor der Kamera, sondern als Produzent. Man müsste eine zeitgemäße Form finden und einen jungen Moderator?

Frage: Wer könnte das sein?

Heck: Das weiß ich nicht. Das muss man sehen, dafür müsste ein Casting organisiert werden. Der Neue muss mit Tempo agieren und den richtigen Drive haben. Und das Wichtigste ist: Er muss hinter dem Ganzen stehen. Sonst hat das keinen Zweck.