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„Der Markt belebt Hellenthal“

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Wen man auch fragt - bei Händlern, Käufern und auch den etablierten Hellenthaler Geschäften überwiegt die Zufriedenheit über den Start des samstäglichen Marktes in Hellenthal.

HELLENTHAL. Die Zahl der Aussteller und Händler hat sich von vier auf jetzt acht erhöht; ihre Angebotspalette deckt weitgehend den Nahrungsmittelbedarf für das tägliche Leben ab. Zwar klingeln noch nicht überall die Kassen, doch einige Händler konnten bereits einen kleinen und sich ständig erweiternden Kundenstamm aufbauen.

Auch die anfängliche negative Einstellung bei vielen Hellenthaler Geschäftsleuten zum Wochenmarkt hat sich geändert. Viele sehen im Markt ein belebendes Element für Hellenthal und das eigene Geschäft.

Agnes Völler vom angrenzenden R-Markt: „Der Markt tut uns keinen Abbruch. Im Gegenteil. Wenn da Betrieb ist, dann haben wir auch hier Betrieb“. Ähnlich sieht das Ralf Lehmert (Blumenhaus), ganz in der Nähe des Marktes gelegen: „Zu unserer Überraschung hat unser Umsatz an den Markttagen leicht zugenommen. Der Markt wirkt sich positiv auf die etablierten Geschäfte aus“.

Stefan Knips vom „Knibbi´s Obstwelt“, kaum 50 Meter vom jetzigen Marktplatz entfernt, stand dem Markt anfänglich ablehnend gegenüber, „da wir gleich in der Nähe unser Geschäft führen. Andererseits konnten wir es uns nicht erlauben, vom Markt fern zu bleiben, um nicht dort Kunden zu verlieren“. Nach rund zwei Monaten sieht Knips dies anders: „Wir sind positiv überrascht über die Umsätze auf dem Markt, im Geschäft selbst gibt es keinen Umsatzrückgang“.

Allerdings: Der vergangenen Samstag war flau. Die Händler führen dies auf die Ferien und das hochsommerliche Wetter zurück. Eine Feststellung, die auch für den Geflügelhof Walter aus Sistig und für die Bäckerei Braun aus Berk (Gemeinde Dahlem) gilt. „Dennoch sind wir bisher zufrieden“, äußerten sich beide gleich lautend.

Eine abwartende Haltung bezieht jetzt noch der Erfttal-Bauernhof der Familie Haas aus Holzmühlheim, der Metzgerei-Produkte aus einer „besonders artgerechten und umweltschonenden Tierhaltung“ anbietet. „Wir werden uns Ende September endgültig entscheiden, ob wir danach weiterhin kommen werden“.

Auch für Klaus Darowski vom Hardthof in Hellenthal - der landwirtschaftliche Produkte wie Eier, Kartoffeln, Honig usw. anbietet - haben sich die Erwartungen noch nicht erfüllt. „Bilanz wird aber erst nach einem halben Jahr gezogen“.

Ein zweites Standbein will sich die Hofmolkerei Jansen aus Simmerath mit der Beschickung von Märkten aufbauen. „Es ist ganz gut angelaufen“, erklärte Jansen jun..

Doch auch die Kunden sind zufrieden. Uneingeschränktes Lob zollt Gabriele Barthel-Wupper aus Hellenthal - die ihren Bedarf für etliche Tage auf dem Markt kauft - den Initiatoren des Arbeitskreises Gemeindeentwicklung. Sie schlägt zugleich eine Bresche für den örtlichen Handel. „Man sollte in Hellenthal kaufen, was man kann. Ich finde das ganz toll hier, und außerdem nehme ich mir die Muße für ein Schwätzchen“.

Maria Keuer aus Ramscheid, verbindet den Besuch des Marktes mit anderen Einkäufen und Erledigungen im Zentralort. „Wir in den Höhenorten begrüßen die Einrichtung des Marktes. Er ergänzt das örtliche Angebot. Außerdem trifft man immer wieder Leute, mit denen man was erzählen kann“.

Jetzt trägt sich die Gemeinde mit der Absicht, einen Marktleiter für den Samstag zu verpflichten. „Der sollte an den Samstagen ein bis zwei Stunden dafür sorgen, dass der Markt in die Gänge kommt“, ließ Rudolf Westerburg, Vertreter des Bürgermeisters, verlauten. Interessenten sollten sich beim Hauptamtsleiter Konrad Stoll melden.